Möbelhersteller aus der Region gut vertreten
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Köln lockt: Den neuen Wohntrends spürt der Fachhandel von diesem Montag an auf der IMM Cologne nach. Von Freitag bis Sonntag ist die weltgrößte Möbelmesse (1200 Aussteller aus 50 Ländern) für das breite Publikum geöffnet.
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Nach den Entwürfen der Designer sollen Möbel und Sofas wieder kleiner werden. Angesichts weiter steigender Mieten in den Großstädten will die Branche ihr Angebot so auf zunehmend kleinere Wohnungen ausrichten. Bis zum kommenden Sonntag werden mehr als 120 000 Besucher erwartet. An den letzten drei Messetagen (22. bis 24.1.) ist die Fachmesse auch für das breite Publikum geöffnet.

Unter den Ausstellern sind auch viele Unternehmen aus der Region, unter anderem Miele, Venjacob (beide Gütersloh), Hartmann (Beelen), Sudbrock (Rietberg), Cor Sitzmöbel, Lübke (Rheda-Wiedenbrück), Niehoff Sitzmöbel (Warendorf) und Paschen (Wadersloh).

 Die Hersteller erwarten von der Messe neue Absatzimpulse. „Wir erwarten eine erfolgreiche und stimulierende Messe imm cologne 2016. Made in Germany ist innerhalb und außerhalb Deutschlands ein Markenvorteil bei Möbeln, der beste Qualität und bestes Design nicht nur verspricht, sondern auch hält. Dies wird die nun beginnende 7-tägige Leistungsschau in Köln eindrucksvoll bestätigen“, sagte der Präsident des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Axel Schramm, anlässlich der Eröffnung der Möbelmesse.

Nach einem Umsatzplus von 4,2 Prozent im Vorjahr rechne der deutsche Möbelhandel im laufenden Jahr mit einem Wachstum von nur noch ein bis zwei Prozent, kündigte Grothkopp an. Vor dem Hintergrund weltweiter Krisen und eines anhaltend hohen Importdrucks geht auch die deutsche Möbelindustrie im laufenden Jahr von einem deutlich verlangsamten Wachstum aus. „Wir erwarten für 2016 ein weiteres, leichtes Umsatzplus von rund einem Prozent“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der deutschen Möbelindustrie, Dirk Uwe Klaas. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres war der Umsatz der Hersteller nach den vorliegenden Zahlen um 5,4 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro gestiegen. Für das Gesamtjahr 2015 rechnen die Möbelhersteller derzeit mit einem Umsatzplus von „gut fünf Prozent“. Die Branche leidet weiter unter einem hohen Importdruck von Möbeln, die etwa in Polen, China oder Tschechien gefertigt würden, beklagte Klaas. Etwa zwei von drei in Deutschland verkauften Möbelstücken stammten mittlerweile aus dem Ausland.

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