Nun baut das Geldinstitut bis zur Friedrich-Ebert-Straße und vermietet Büroflächen an die Stadt. Diese Lösung hat der Gütersloher Architekt Walter Hauer, der auch schon für die Rathauserweiterung und aktuell den Kolbeplatz verantwortlich zeichnet, im Zuge der Abstimmung mit der Stadt mit entwickelt. In einem ersten Schritt werden die drei Altbauten zwischen Sparkasse und Kreuzung abgerissen und durch eine moderne Blockrandbebauung ersetzt. Die Sparkasse kauft die Grundstücke mit den beiden städtischen Häusern, die unter anderem noch den Fachbereich Umweltschutz, die Schiedsleute und den Personalrat der Stadtverwaltung beherbergen.
Der Neubau schließt viergeschossig an den Brückenbau der Sparkasse an. „Der Baukörper wird etwas zurückgenommen, so dass auch auf der Eickhoffstraße eine Art Boulevardcharakter erreicht wird“, erläuterte Hauer. Der Kopf des Gebäudes an der Kreuzung erhält ein zusätzliches Geschoss. Damit wird es etwa so hoch wie die Volksbank-Zentrale schräg gegenüber sein. Dreigeschossig setzt sich der Riegel Richtung Rathaus fort. Für die Fassade ist Klinkermauerziegel vorgesehen, „um Wertigkeit auszustrahlen“, sagte Hauer.
Insgesamt entstehen auf diese Weise 2750 Quadratmeter Bürofläche. Rund 1500 sollen in den Obergeschossen an die Stadt vermietet werden, die dort zurzeit noch ausgelagerte Verwaltungseinheiten unterbringen könnte. Etwa 650 Quadratmeter vornehmlich im Erdgeschoss an der Eickhoffstraße will die Sparkasse selbst für den Bereich Private Banking nutzen. Weitere 600 Quadratmeter könnten an Dritte vermietet werden.
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Die bestehende Tiefgarage der Sparkasse mit 45 Stellplätzen wird auf der rückwärtigen Seite erweitert um etwa 55 bis 66 Stellplätze für Mitarbeiter der Sparkasse und der Stadtverwaltung. Sie erhält eine Zufahrt von der Friedrich-Ebert-Straße. Der städtische Parkplatz auf der Ecke entfällt.
Für das Vorhaben muss ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Nach Angaben von Stadtbaurat Josef E. Löhr hat der Gestaltungsbeirat die Pläne mit einigen Anmerkungen im Grundsatz begrüßt. Der Verwaltungsrat der Sparkasse hat sie abgesegnet. Der Neubau soll Ende des Jahres beginnen, etwa 15 Monate in Anspruch nehmen und 5,4 Millionen Euro kosten. Erst danach soll bis Ende 2016 die Sanierung des noch aus den 70er-Jahren stammenden Bestandsgebäudes beginnen.

