St. Maria feiert 30-jähriges Bestehen
Bild: Dinkels
Die Spiele für Kinder und Jugendliche wurden am Nachmittag eröffnet. Dazu durchschnitten der pensionierte Dekan Abraham Gök und der Erzbischof und Patriachalvikar der Erzdiözese Deutschland, seine Eminenz Mor Philoxinos Matthias Nayis (Mitte), auf dem Parkplatz an der Eichenallee ein Band mit Luftballons.
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Er nutzte den Gottesdienst auch, um neue Ministranten für das Kirchenamt zu weihen. Das Geburtstagsfest wurde am Nachmittag mit dem alljährlich stattfindenden Jugendfest verbunden. St. Maria ist die älteste syrisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Gütersloh und mit mehr als 4500 Gläubigen eine der größten in Deutschland.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies würdigte das Engagement der Gemeinde: „Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zu unserer Gesellschaft“, sagte die Ratsfrau in ihrem Grußwort. Die Gemeinde sei über die Jahre erheblich gewachsen. Sie könne sich noch gut an die Anfänge erinnern. Paskarbies würdigte auch das Engagement bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Außer der stellvertretenden Bürgermeisterin nahmen der Integrationsbeauftragte Frank Mertens sowie die Ratsleute Susanne Kohlmeyer, Thomas Ostermann und Peter Kalley am Nachmittag am Fest teil.

Spielfläche freigegeben

Kinder und Jugendliche mussten sich bis 14.15 Uhr gedulden, bis die Spielfläche auf dem Parkplatz gegenüber der Kirche freigegeben wurde. Dort warteten Hüpfburgen, ein Glücksrad, ein Menschenkicker, verschiedene Spiele und eine Art Torwand auf die Gäste. Daran versuchten sich auch der Erzbischof, Pfarrer Daniel Gök und die stellvertretende Bürgermeisterin – mit mäßigem Erfolg. Eine Kutsche stand für Rundfahrten bereit. Reden, Musik und Tanz auf der Bühne rundeten das Programm ab.

Die Geschichte der Kirchengemeinde reicht eigentlich weiter zurück als 30 Jahre. Die ersten Aramäer/Assyrer kamen bereits in den 1970er-Jahren nach Gütersloh. Der heute pensionierte Pfarrer Abraham Gök begann unmittelbar nach seiner Ankunft mit der seelsorgerischen Arbeit in den Kreisen Gütersloh und Paderborn. Messen fanden zunächst in den Kirchen Delbrück-Nordhagen und in Gütersloh an der Oststraße statt.

Möbelfabrik Schlautmann

Um den Pfarrer bildete sich die erste Gemeinde. In den 80er-Jahren kaufte sie die ehemalige Möbelfabrik Schlautmann an der Eichenallee. 1985 erfolgte die Grundsteinlegung. Das Kirchengebäude und der Gemeindesaal wurden zum größten Teil aus eigener Kraft von vielen ehrenamtlichen Helfern mit aufgebaut. Damals gehörten der Gemeinde etwa 100 Familien mit 500 Mitgliedern an. Eingeweiht wurde die Kirche am 17. Juli 1988.

Mit zunehmender Auswanderung von Aramäern/Assyrern aus den Heimatländern Türkei und Syrien ist St. Maria stetig gewachsen. Heute zählt die Gemeinde laut einer Broschüre mehr als 4500 Seelen. Außerdem gibt es in Gütersloh die Syrisch-Orthodoxen Gemeinden St. Stephanus (Hohenzollernstraße) und St. Lukas (Diekstraße).

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