Verlagshaus folgt Vision einer neuen Welt
Bild: Hövelmann
Das Gütersloher Verlagshaus mit (v. l.) Pressesprecherin Dr. Renate Hofmann und Verlagsleiter Ralf Markmeier hat gestern im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse seine bedeutendsten Neuerscheinungen vorgestellt.              
Bild: Hövelmann

Durchblick, Sinn und Zuversicht – über diese drei Attribute will das Haus künftig seine Themenfelder Gesellschaft, Spiritualität und Lebensgestaltung erschließen. Damit vollzieht sich unter dem neuen Markenkern „Zukunftsfreude“ ein Wandel, der sich auch auf das Profil der Sachbücher auswirkt, wie ein Blick auf die Literaturliste zeigt. Dort sind zum einen jene Werke, die aufklären und Verständnis schaffen wollen. Zu ihnen zählt Lars Jaegers „Supermacht Wissenschaft. Unsere Zukunft zwischen Himmel und Hölle“. Darin widmet sich der Wissenschaftler den neuen Technologien – und referiert erschreckende sowie Hoffnung gebende Erkenntnisse, wie Dr. Renate Hofmann verrät. Ebenso hoch gehandelt wird der neue Bericht des Club of Rome. Ernst Ulrich von Weizsäcker hat sich zusammen mit anderen auf den Weg gemacht und nach seinem ersten, weltweit beachteten Bericht zur Lage der Menschheit 1972 eine Agenda für alle gesellschaftlich relevanten Schritte der nächsten Jahre formuliert.

Außerdem gibt es jene Bücher, die das Warum und Wofür des Lebens in ihr Zentrum stellen. Zu ihnen zählt „Leben. Von Sterbenden lernen, was zählt“ der amerikanischen Hospiz-Seelsorgerin Kerry Egan. Ihre Geschichten handeln von Hoffnung und Glück, Reue und Trauer, Stolz und Offenbarung. Und von Liebe. Moderatorin Nina Ruge veröffentlicht mit „Sei du der Leuchtturm deines Lebens“ unterdessen ein flammendes Plädoyer gegen die Erwartungshaltung. Schließlich ist da die Zuversicht als stark mit der Glaubenskomponente verbundener Aspekt. „Und wenn Gott schwarz wäre ... Mein Glaube ist bunt!“ hat der in Deutschland lebende und im Kongo geborene Pater Olivier Ndjimbi-Tshiende sein Buch benannt. Es berichtet vom Zorn, den er durch seine kritischen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik auf sich zog und von seinem Traum von einer Welt ohne Fremdenhass. Und dann gibt es Jürgen Domians „Dämonen. Hansens Geschichte“. Eine mit autobiografischen Einsprengseln versehene Geschichte über den Tod und das Leben, die sich als Roman vom Sachbuch abgrenzt, der Zukunftsfreude aber die Treue hält.

SOCIAL BOOKMARKS