Wapelbad investiert in Sicherheit
Bild: Dinkels
Verstärkt den Objektschutz: Matthias Markstedt, Vorsitzender des Fördervereins Wapelbad, zeigt einen Strahler auf dem Nebengebäude, mit dem die Anlage bei Dunkelheit beleuchtet werden soll.
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 „Wir sind Tag und Nacht mit der Polizei unterwegs, um das Wapelbad zu schützen“, erklärte der Fördervereinsvorsitzende Matthias Markstedt am Mittwoch in einer breit gestreuten E-Mail. Die Lage werde für das Wapelbad langsam unakzeptabel, weil kein Feuerteufel greifbar und die Bedrohung für das Wapelbad dauerhaft sei. Markstedt: „Das Wapelbad wird ab sofort in der Dunkelheit rundum beleuchtet, und ein Sicherheitsdienst sorgt für eine ständige Kontrolle.“

Bei einem Ortstermin sagte Markstedt der „Glocke“, er habe ein Dutzend LED-Strahler bestellt, die montiert werden sollen. Einen solchen Strahler nahm er am Mittwoch in Betrieb. „Das Wapelbad ist mein Baby“, sagte der 51-Jährige, der in der ehrenamtlich betriebenen Freizeitanlage meistens ein T-Shirt mit der Aufschrift „Bademeister“ trägt, mit einem emotionalen Unterton. Notfalls werde er sich beim Nachbarn eine Schrotflinte leihen und selbst Wache halten.

Die Polizei habe gesagt, das Wapelbad sei besonders bedroht („wir sind am dransten“). Das Café-Gebäude sei natürlich gegen Feuer versichert, ein Wiederaufbau im Schadensfall finanziell aber kaum zu bewältigen. Deshalb mag Markstedt daran auch nicht denken. An der Zufahrt wird schon länger auf einem Schild vor einer Videoüberwachung gewarnt.

Nach wie vor hat die Polizei an die 30 Hinweise aus der Bevölkerung. „Eine heiße Spur ist nicht darunter“, sagte Sprecherin Corinna Koptik. Die Ermittlungen gingen unvermindert weiter, und man hoffe auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Seit vergangenen Donnerstag, als an der Straße Im Füchtei (über die man auch das Wapelbad erreicht) und an der Rhedaer Straße zwei Hochsitze gebrannt hatten, ist es im Umfeld des Rhedaer Forsts ruhig geblieben. Trotzdem sind viele Anlieger besorgt.

Unterdessen soll das Wapelbad-Gelände in der nächsten Zeit tagsüber wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Ab dem 10. März werde auch das Café wieder betrieben, sagte Markstedt. „Bis dahin ist noch jede Menge zu tun. Tische und Bänke müssen abgeschliffen werden“, so Markstedt, und das Becken müsse hergerichtet werden.

Die provisorische Eisbahn, deren Rand schon aufgestellt worden war, wird wohl in diesem Winter keine Verwendung mehr finden. Die Wapelbeats sollen in diesem Jahr ausschließlich und bis 23 Uhr an der Wapel gefeiert werden, kündigte der Vorsitzende an – ohne Anschlussparty an anderer Stelle.

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