Westfälischer Schützentag trifft Schinkenmarkt
Bild: Dünhölter
Laden zum Festwochenende ein: (v. l.) Regina Vongehr (Vizepräsidentin für Tradition und Brauchtum, Westfälischer Schützenbund), Frank Bollkämper, Helga Große-Wächter (beide Organisations-Team), Reinhard Große-Wächter (Kreisvorsitzender des Schützenkreises Gütersloh), Wilfried Reckmeyer (Schützenkreis Gütersloh), Alois Könighorst (Kreiskaiser) und Detlef Klott (zweiter Vorsitzender des Schützenkreises Gütersloh).
Bild: Dünhölter

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern hielt Bollkämper als ehrenamtliches Mitglied im 30-köpfigen Organisationsteam des Schützenkreises Gütersloh bei Temperaturen um 32 Grad im Schatten unerschütterlich das Banner des Westfälischen Schützenbundes in die Höhe. Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Schützenkreises Gütersloh findet der Westfälische Schützentag am zweiten Oktoberwochenende zum zweiten Mal nach 2006 in Gütersloh statt.

Vor zehn Jahren eroberten geschätzte 5000 Schützen aus ganz Westfalen die Innenstadt. In diesem Jahr soll es am Freitag und Samstag, 7. und 8. Oktober, eine Wiederholung geben. Die Stadt hat aus diesem Anlass den beliebten Schinkenmarkt auf dem Berliner Platz extra um eine Woche auf dieses Datum verlegt. Für die beim Schützentag erwarteten 3000 bis 4000 Gäste aus sieben Bezirken und mehr als 40 Kreisen, hat das Organisationsteam um den Kreisvorsitzenden Reinhard Große-Wächter seit der Vergabe 2014 kräftig in die Hände gespuckt. Die Schützentage sollen zu einem großen Fest in Grün werden.

„Alle wollten unbedingt wieder nach Gütersloh fahren. Von uns aus kommen wir schon 2018 wieder“, bekräftigt die Vizepräsidentin für Tradition und Brauchtum beim Westfälischen Schützenbund, Regina Vongehr, den exzellenten Ruf, den sich die Vertreter des 6000 Mitglieder umfassenden Kreisverbands Schützenkreis Gütersloh 2006 erworben haben. Die Ausrichtung des Schützentags kostet rund 50 000 Euro. Durch Sponsorengelder konnte ein Teil davon aufgefangen werden. Trotzdem hofft Reinhard Große-Wächter, „dass wir plus minus Null aus der Sache herauskommen“. Dazu müssten Veranstaltungen wie das Abschlussfest in der Stadthalle oder das Partner-Programm am Samstag gut besucht werden.

Bürokratische Hindernisse

Die bürokratischen Hindernisse (es musste zum Beispiel eine Sonder-Marscherlaubnis für eine Degenabteilung eingeholt werden) sowie die Kosten waren ausschlaggebend dafür, dass sich außer den Güterslohern keiner der 40 anderen Kreise um die prestigeträchtige, aber auch arbeitsintensive Ausrichtung beworben hatte. Hauptprofiteure sollen die Beschicker des Schinkenmarkts am Samstag sein. Der Marktplatz ist ab Samstagmorgen ausschließlich für die mit Bussen und Autos anreisenden Delegationen reserviert. „Stadt und Standbetreiber sind informiert. Sie wissen, was auf sie zukommt“, sagt Frank Bollkämper schmunzelnd. www.schuetzenkreis-guetersloh.de

Für den Westfälischen Schützentag wurde folgendes Programm ausgearbeitet:

Freitag, 7. Oktober:  10 Uhr Empfang der Stadt Gütersloh für geladene Gäste mit den Schirmherren Bürgermeister Henning Schulz und Landrat Sven-Georg Adenauer; 11 Uhr im Rieger-Park wird ein Baum gepflanzt; 14 Landeskaiserschießen, Hochstand Stadthalle mit 30 ehemaligen Landeskönigen; 15.30 Uhr Hauptausschusssitzung Westfälischer Schützenbund, Sparkasse Gütersloh; 20 Uhr Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Schützenkreises Gütersloh mit Siegerehrung des Landeskaiserschießens beim „Gütersloher Abend“, Tanzschule Stüwe-Weissenberg.

Samstag, 8. Oktober: 9 Uhr Landesjugend-Königschießen im Schießstand des SV Pavenstädt, 9 Uhr Landeskönigschießen im Schießstand des SV Kattenstroth; 9 Uhr Einlass zur Delegiertenversammlung, Ausgabe Stimmkarten, Stadthalle Gütersloh, 10 Uhr Delegiertenversammlung; 10 Uhr Partner-Programm mit Musik und Unterhaltung in der Tanzschule Stüwe-Weissenberg; 15 Uhr Antreten und Bannerübergabe an die Ausrichter 2017, Sportplatz Moltkestraße; 16 Uhr Festmarsch durch die Innenstadt; 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) „Grüner Abend“ in der Stadthalle

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