„Ein überragendes Ergebnis, mit dem wir nicht gerechnet hätten. 100 Eltern mussten es sein, um die Hürde der Bezirksregierung zu nehmen. 150 wären für uns das Wunschergebnis gewesen“, freute sich Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) über das Abstimmungsverhalten der Erziehungsberechtigten, die mit 27 Prozent gegen eine Gesamtschule votierten. Diese Eltern planen, ihre Sprösslinge am Gymnasium anzumelden. Noch deutlicher war das Ergebnis bei den Eltern der Drittklässler, die ebenfalls per Ranzenpost gefragt wurden, ob sie ihr Kind an der Gesamtschule anmelden würden. 83 Prozent antworteten mit Ja. Auch der Rücklauf kann sich sehen lassen. In der dritten Jahrgangsstufe der Grundschulen in Harsewinkel, Greffen und Marienfeld beteiligten sich 88,16 Prozent der Eltern an der Befragung, in den vierten Klassen sogar 92,11 Prozent. „Prima“, befand das Stadtoberhaupt, das sich gestern mit dem Arbeitskreis Gesamtschule im großen Sitzungssaal des Rathauses traf, um die Zahlen genauer unter die Lupe zu nehmen.
Allen Beteiligten – darunter Berater Achim Körbitz von der Universität Bielefeld, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Ewald Lüffe, Monika Ricke vom Schulamt, Lambert Austermann vom Gymnasium, Hermann Hecker von der August-Claas-Schule, Diethild Sicking von der Kardinal-von-Galen-Grundschule sowie Wolfgang Hoerning von der Realschule – war jedoch klar, dass das noch keine verbindlichen Zahlen sind. „Die Eltern können sich kurzfristig umentscheiden. Das ist nur ein Stimmungstest“, so Achim Körbitz. Damit ist die erste Hürde auf dem Weg zur Gesamtschule genommen. „So stellen wir sicher, dass es keinen Schülerklau in den benachbarten Kommunen geben wird. Denn wenn tatsächlich 179 Kinder in der Gesamtschule angemeldet werden, dann haben wir eine Siebenzügigkeit“, betonte Achim Körbitz. Damit sei auch die obere Grenze erreicht. „Schließlich müssen die Jungen und Mädchen in ihrer Schule noch eine Heimat finden“, machte Körbitz deutlich.
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Er wies darauf hin, dass bei einer Siebenzügigkeit kein Kind aus Harsewinkel, Greffen oder Marienfeld abgelehnt werde. Die Klassenstärke wird dann bei 25 Schülern liegen. Die Bürgermeisterin wies darauf hin, dass das pädagogische Konzept und das Raumkonzept bereits abgestimmt sind. Auch in Sachen Schulsozialarbeit ist man sich einig: An der Gesamtschule soll eine ganze Stelle geschaffen werden.

