800 feiern Auftakt zum Greffen-Jubiläum
Bild: Darhoven
Aus voller Kehle: Die Greffener Männergruppe M-Tune bereicherte den Westfälischen Abend mit flottem Gesang.
Bild: Darhoven

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Greffener Dorfjubiläum steht am Samstag an: Um 14.30 Uhr setzt sich an der St.-Johannes-Grundschule ein Festumzug mit fast 60 Gruppen in Bewegung.
Mehr als 800 Besucher waren der Einladung in das Zelt auf der Wiese im Schützenbusch gefolgt. Nach einem Gang über den roten Teppich wurde ihnen eine gelungene Veranstaltung geboten. Das Programm gestalteten Mitglieder aus rund 30 Greffener Vereinen und befreundeten Gruppen aus der Umgebung.

Die längste Anreise hatten rund 50 Mitglieder des Trachtenvereins Feldwies aus dem 850 Kilometer entfernten Chiemgau, die sich auf den Weg nach Greffen gemacht hatten, um den rund 3100 Einwohnern zum Jubiläum zu gratulieren. Zum Programm gehörten unterhaltsame Anekdoten von Bauer Schulte Brömmelkamp, flotte Gesängen der Greffener Männersänger M-Tune, traditionelle Tänze der Volkstanzgruppe Greffen, plattdeutsche Erzählungen über „Omma inner Disco“ von Maria Rotthaus und zackige Musik des Blasorchesters Heimatland – alles serviert zu Möpkenbrot und Bratleberwurst.

Direkt aus der Bronx – „also Harsewinkel“ – eingetroffen war Bauer Schulte Brömmelkamp aus Kattenvenne alias André Hölscher. Mit seinen zwei Auftritten riss er die Besucher von den Stühlen. Vom missglückten Besuch mit einem Maishäcksler im Drive-In eines Fastfood-Restaurants erzählte er ebenso wie vom Einkaufen: „Wenn meine Frau sagt: Gucken wir mal eben nach einer Hose für dich, dann ist das so, als wenn der Berliner Bürgermeister Wowereit spontan sagt ‚Bauen wir mal eben einen Flughafen‘ oder ein Schalker Fußballfan sagt ‚Werden wir mal eben Deutscher Meister‘.“ Sein Rat an Schalke-Fans lautet: „Pommes essen. Danach haben sie nämlich ein Erlebnis, das sie nicht kennen: Sie halten eine Schale in den Händen.“

Viel Beifall gab es auch für Schulte Brömmelkamps Erkenntnis, dass es nur ein Nachteil sein kann, wenn man als Schützenkönig die eigene Frau als Königin an der Seite hat. Dann heißt es nämlich inmitten der schönsten Feier: „Nein, der König möchte kein Bier mehr, der König möchte jetzt nach Hause.“

Sehr gut kamen bei den Gästen des Westfälischen Abends zwischen den Darbietungen und Reden auch die Filmeinspielungen aus dem Ortsgeschehen an. Außer „Greffen im Jahr 1977“ wurden die Pfarrkirmes 1976, das Schützenfest 1970, ein Kolpingumzug im Jahr 1981 und Auszüge aus der 950-Jahr-Feier in Greffen gezeigt.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der „Glocke“ vom Wochenende, 16./17. September!

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