Bürgerhaus: Arbeiten gehen gut voran
Bild: Christ
Begutachten den Lehmputz über der Holzfaserdämmplatte und der Wandheizung: Wolfgang Sandfort (links) und Jürgen Hanfgarn.
Bild: Christ

Der Eingangsbereich soll hell bleiben. Deswegen wird eine Glasscheibe als oberer Teil der Trennwand zwischen Flur und Tagungsraum dienen. Auch diese Maßnahme werden die Helfer in Eigenregie umsetzen, wie eigentlich den gesamten Innenausbau. „Was wir an Maschinen und Geräten brauchen, haben wir uns ausgeliehen“, sagt Wolfgang Sandfort, einer der Beisitzer des Trägervereins. Seit dem Richtfest im März dieses Jahres ging es an das Fachwerk. Das Bürgerhaus wurde 1870 von der Familie Hansmeier in Lintel erbaut und mithilfe von Heiner Bessmann in Marienfeld wieder errichtet. Jeden Samstag und manchmal auch unter der Woche packen die Marienfelder gemeinsam an, damit ihr Bürgerhaus fertig wird. Elektriker, Trockenbauer, Maurer – für jede Herausforderung stehen Handwerker bereit. Anfang Juli war die Lehmverputzung der ausgemauerten Wände an der Reihe. „Über 40 Tonnen Lehmputz brauchten wir bisher dafür“, verrät Kassierer Jürgen Hanfgarn. „Alles musste von Hand in die Mischmaschine.“

Zwangspause nach jeder Schicht Lehm

Nach jeder Schicht Lehmputz folgte eine Zwangspause. „Es dauert eine Weile, bis der Lehm ausreichend angetrocknet ist“, erklärt Jürgen Hanfgarn. Insgesamt ist die Lehmschicht am Ende gut 30 Zentimeter dick. Als nächstes kommen die Fußbodenheizung und der Estrich, ehe die Fliesen verlegt werden können. Nach der letzten Wandverputzung kann schon angestrichen werden. „Wir planen wochenweise. Derzeit können wir den Zeitplan ganz gut einhalten“, meint Wolfgang Sandfort im Gespräch mit der „Glocke“. Das nächste Ziel sei es, den Neujahrsempfang im Januar 2018 im eigenen Bürgerhaus zu zelebrieren. Spielmannszug, Volkstanzgruppe, Blasorchester und alle anderen Gruppen des Heimatvereins werden diese Stätte ab April 2018 nutzen können – das wäre zumindest das angestrebte Wunschdatum, wie die Verantwortlichen deutlich machen. „Wenn wir weiter so vorankommen, dürfte es zu schaffen sein“, glaubt Jürgen Hanfgarn. Später dann soll das Außengelände gestaltet werden. „Aber erstmal muss diese Baustelle fertig werden“, betont Wolfgang Sandfort.

SOCIAL BOOKMARKS