Bürgermeisterin widerspricht CDU-Aussage
Die Debatte um die St.-Johannes-Schule geht in die nächste Runde.

In einer Stellungnahme ging sie auf die Äußerung der CDU-Politikerin Pamela Westmeyers ein. Diese hatte gesagt: „Man hat uns im Vorfeld unserer Zustimmung zur Einrichtung einer Verbundschule hinters Licht geführt.“ „Diese Behauptung ist falsch“, so Amsbeck-Dopheide. Der Schulausschuss, die Ratsmitglieder und die Öffentlichkeit seien bereits in der Sitzung am 18. März 2015 darauf hingewiesen worden, dass die Bildung des Grundschulverbunds auch Nachteile haben könnte. In der Vorlage heißt es: „Sofern bei der Klassenbildung Schülerzahlenüberhänge entstehen, kann in Einzelfällen ein Schülertransport zwischen den Schulstandorten erforderlich sein.“ Pamela Westmeyer hat nach Aussage der Bürgermeisterin ebenfalls an dieser Sitzung teilgenommen. Im Übrigen könnte bei der jetzigen Rechtslage auch ohne eingerichtete Verbundschule die Situation eintreten, dass nicht alle Kinder in die Greffener Grundschule eingeschult werden können, wie die Bürgermeisterin in ihrer Stellungnahme betonte.

Entscheidung liegt beim Land NRW

 „Zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Verbundschule im September 2015 hatte die Schule schon seit über einem Jahr nur einen kommissarischen Leiter. Auf zwei Ausschreibungen der Schulleiterstelle sind keine Bewerbungen eingegangen. Eine Schule ohne Schulleiter kann kein pädagogisches Konzept entwickeln“, schreibt Amsbeck-Dopheide. Drückten in der St.-Johannes-Schule 2009/10 noch 145 Kinder in sieben Klassen die Schulbank, sind es jetzt 106 Kinder in fünf Klassen. Einige Greffener Kinder besuchten bereits damals eine Grundschule in Peckeloh oder in Harsewinkel, weil die Schule in Greffen keine Perspektive mehr zu haben schien. „Schon aus diesem Grund war es richtig, die Verbundschule einzurichten. Die Schule hat dadurch wieder eine Schulleitung. Da das Kollegium der Astrid-Lindgren-Schule zur Verfügung steht, gibt es in Greffen ausreichend Fachlehrer für Mathe, Deutsch und Englisch sowie Vertretungsunterricht.“ Die Stadt Harsewinkel habe alles dafür getan, die Schule zu erhalten, heißt es aus dem Rathaus. Hausmeister, Reinigungskräfte und Schulsekretärin seien geblieben. Die Stundenzahl der Sekretärin sei sogar für die Abwesenheitszeit des Schulleiters, wenn er am anderen Standort ist, erhöht worden. Auch 2019 gebe es genügend Platz in der Schule. „Die Entscheidung, ob in Greffen 2019 eine zweite Klasse gebildet werden darf, liegt aber nicht bei der Stadt Harsewinkel, sondern beim Land NRW. Dafür müsste das Land die Rahmenvorgaben zur Bildung von Eingangsklassen ändern und die Lehrer für eine zweite Eingangsklasse schicken“, so Sabine Amsbeck-Dopheide. Der CDU-Landtagsabgeordnete Raphael Tigges sei über die Sachlage informiert worden, wie die Bürgermeisterin mitteilte.

SOCIAL BOOKMARKS