Ein Kalender mit künstlerischer Note
Bild: Christ
Hat seinen zweiten Kalender unter dem Titel „Harsewinkel – damals und heute“ mit eigenen Aquarellen auf den Markt gebracht: Jürgen Grützner.
Bild: Christ

Der 73-Jährige entdeckte erst spät die Malerei mit Wasserfarbe für sich. Das Stadtbild hat sich vielerorts enorm gewandelt. Beispielsweise die Bahnhofsstraße. Von dort, wo sich heute der Gasthof Bergmann befindet, war im Jahr 1905 der Harsewinkeler Bahnhof gut zu erkennen. Viel getan hat sich auch am Happenort. Dort stand früher das Milchhäuschen Amsbeck – Thorsten Amsbeck lebt heute noch dort. „Von ihm habe ich das Fotomotiv bekommen und gemalt“, erzählt Jürgen Grützner. Das heutige Bürgerbüro war einst der Standort des alten Rathauses. „Für die älteren Bürger sind die Ansichten interessant, weil sie auf den Bildern manchmal etwas wiedererkennen“, sagt Grützner. „Und die jungen Leute sehen, wie Harsewinkel früher ausgesehen hat.“ An manchen Stellen hat sich auf den ersten Blick aber kaum etwas getan. Bei der Musikschule Brokamp im Kirchspiel etwa, einigen Motiven aus der Bauerschaft oder am alten Fachwerkhäuschen in Marienfeld, das hinter dem Areal von Bekleidung Bessmann steht.

Von Fotos inspiriert

Die Fotos, von denen sich Jürgen Grützner für seinen Kalender inspirieren ließ, stammen größtenteils aus dem Archiv des alten Geschäfts Jäger und wurden von Viktor Hüfken zu Verfügung gestellt. „Es befinden sich noch weitere historische Aufnahmen im Ordner“, verrät Grützner. Der 73-Jährige eignete sich Malen erst spät an. „Ich habe einiges ausprobiert, aber Aquarelle male ich am liebsten“, so Grützner. „Das Arbeiten mit Wasserfarbe ist schwierig, weil die Verläufe nur schwer oder gar nicht zu korrigieren sind. Da muss ich mich schon sehr konzentrieren.“ Eine gute Woche lang sitzt Grützner an einem Bild. Detailreiche Motive mit vielen Einzelheiten male er lieber in großen Formaten, weil es etwas einfacher sei. Bei den schwarz-weißen Fotos komme die Schwierigkeit hinzu, die Farbwahl richtig zu interpretieren und zu treffen. Die größte Herausforderung sei das Titelblatt des Kalenders gewesen, findet Grützner: „Die Strohgaben und den Acker konnte ich nur mit viel Aufwand richtig wiedergeben.“

Kalender ab sofort erhältlich

Die Aquarelle des Harsewinkelers wurden schließlich eingescannt. Sohn Thomas Grützner ist Grafiker und kümmerte sich um das richtige Layout des Kalenders. Das fertige Werk stammt aus dem Digitaldruck und kann auf Nachfrage geliefert werden. Der Kalender ist für 18 Euro im Handel bei Betten Brentrup, bei Lotto und Tabak Flaßkamp, in der Buchhandlung Jürgensmeier, bei Schreibwaren Andrees, in der Bücherei St. Lucia sowie im Fotoparadies erhältlich.

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