Eine der größten Vogelschauen im Kreis
Bild: Aundrup
Prächtige, farbenfrohe Vögel wurden während der Schau in der Harsewinkeler Mehrzweckhalle präsentiert.
Bild: Aundrup

 Zahlreiche Besucher bewunderten die farbenfrohen Vögel. Anerkennung gab es auch von den drei Zuchtrichtern, die den Harsewinkeler Vereinszüchtern eine hohe Qualität bescheinigten. Der Vorsitzende Klaus Kötter freute sich darüber und über die Beteiligung der heimischen Imker sowie die Besucherresonanz. Und er dankte Sabine Amsbeck-Dopheide für ihr „brennendes Plädoyer“ zum Thema Insektensterben. Hintergrund ist ein massives Insektensterben, das eine Reduktion der insektenfressenden Vogelarten nach sich zieht. Die Bürgermeisterin hielt einen eindringlichen Appell. Sie begrüßte nicht nur die Zusammenarbeit der Vogelzüchter mit den Imkern, sondern forderte alle Bürger dazu auf, etwas gegen das Insekten- und Vogelsterben zu tun: „Ich möchte nicht erleben, dass diese Vogelzuchtschau irgendwann dazu dient, dass wir unseren Kindern und Enkeln heimische Vogelarten wie Spatzen, Finken, Amseln und andere Gartenvögel zeigen können, oder dass Rotkehlchen nur noch auf der Weihnachtstasse zu sehen sind.“ Man dürfe sich im städtischen Umweltausschuss nicht nur über die Schnittkantenlängen des Rasens unterhalten und über Hybridstiefmütterchen in der Innenstadt diskutieren. „Wir haben in Harsewinkel 80 Prozent Außenflächen. Wir müssen einfach stärker darüber reden, was zu machen ist, damit sich Insekten und Vögel wieder wohlfühlen“, so die Bürgermeisterin. Sie dankte den Vogelzüchtern und Imkern für ihre beratende Anteilnahme.

Bürgermeisterin rät zu Wildblumenwiesen

Ein Umdenken sei auch bei Gartenbesitzern erforderlich. „Über die Jahre sind wahre Buchsbaumorgien entstanden, weil der Anspruch besteht, dass Gärten wie gemalt aussehen müssen. Kein Wunder, dass sich der Buchsbaumzünsler da wohlfühlt“, so Amsbeck-Dopheide. Sie riet zu Wildblumenwiesen. Es sei Zeit zu handeln, denn sonst würden auf der Vogelausstellung nicht mehr Exoten, Kanarien und Sittiche, sondern die schönsten Spatzen und Co. ausgezeichnet. „Das ist doch total schräg und kann so nicht weitergehen.“

SOCIAL BOOKMARKS