KVSL: Stimmung? Einfach spitze!
Bild: Darhoven
Die Ständchenkapelle, deren Musiker sich aus dem Kolpingorchester formiert hat, heizte dem Publikum ein.
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KVSL-Präsident Michael Teeke und die jecken Gäste waren bestens zufrieden mit dem Bühnenprogramm und der anschließenden After-Show-Party. Mittendrin: der „Prominente im Sack“, den es für die Besucher nach zwei Hinweisen zu erraten galt. Am Ende war es die ehemalige Leiterin des Kolpingorchesters, Astrid Kersting, die dem Bettlaken entschlüpfte. Zur Eröffnung der Prunksitzung heizten sieben junge Turnerinnen der TSG Harsewinkel dem Publikum ein. Akrobatik pur. Nicht nur die Trainerinnen Claudia Basel und Simone Lenknereit waren begeistert, sondern auch die Gäste, die den Auftritt mit Bravo-Rufen belohnten. Zum Schreien komisch waren auch die zwölf Tänzer vom KVSL-Männerballett. Unter der Leitung von Andy Herse legten sie eine mit Daniela Krieft und Melanie Brockmeyer einstudierte „Becks-Street-Boys“-Choreografie hin. Beifall gab es auch für die drei „Harsewinkeler Gestalten“ Marcus Daubach, Michael Teeke und Andreas Herse, die unter dem Titel „Pokemon Go“ allerhand Kuriositäten aus dem Ortsgeschehen zu berichten wussten. So wollten sie Harsewinkel nicht nur als Pokemon-Hotspot berühmt machen. Sie tauschten sich auch über eine „grooooooße Lösung“ der Umgehungsstraße, eine Vollauslastung der Marienfelder Turnhalle, die bevorstehende Verabschiedung von „Bald-Rentner“ Wim Wigger und einen Zuhälter („Einer, der das Stadtsäckel zuhält“) aus. Ebenfalls das Lokalgeschehen nahm Büttenrednerin Marion Daut (Bild) aufs Korn. Sie befürchtete ein Aussterben der neuen Gattung Westfälischer Karnevalsprinz. Zudem leide Harsewinkel unter „Sparzwängen an guten Ideen“ und der Schließung des Waldhofs. Dafür gab es Lob für die gelungene Sanierung der St.-Lucia-Kirche, die sogar schon von Einbrechern heimgesucht werde. Eine klare Warnung gab es von Marion Daut für den Ortsteil Marienfeld. So solle ein Marienfelder Bürger dem Harsewinkeler Reit- und Fahrverein ein Gelände angeboten haben. „Damit hätten die Marienfelder nicht nur eine große Klosterkirche, ein schönes neues Hotel, den Golfplatz, eine neue Sporthalle, ein neues Bürgerhaus, ein neues Feuerwehrgerätehaus und in diesem Jahr das Kreisehrengardentreffen, sondern womöglich auch noch das alljährliche Reitturnier in ihrem Ort. Aber liebe Jecken aus der Heckerheide, der Harsewinkeler Karnevalsumzug bleibt hier“, kalauerte die Büttenrednerin mit der spitzen Zunge. Für diesen gelungenen Auftritt ließen die Jecken eine Rakete starten. Die gab es auch für die „Happy Dancer“ vom TV Verl. Sie sorgten mit ihrem Wiesngaudi-Tanz für zünftige Stimmung im Saal. Bravo, Beifall und eine Dreifach-Rakete! Narrenherz, was willst du mehr?

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