Martinssonntag mit weniger Trödlern
Bild: Aundrup
Eingerahmt: (v. l.) Ballonkünstler Jörg Missenich aus Köln hat den Hunde-Rahmen („Das ist ein Boxer“) aus Luftballons geschaffen, durch den die stellvertretende Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Ulrike Dietrich, blickt. Moderator Norbert Uphues gefällt die farbenfrohe Kunst der rheinischen Frohnatur.
Bild: Aundrup

 „Wir hatten in diesem Jahr 129 Anmeldungen. Leider sind einige der Trödler wegen des Wetters Zuhause geblieben. Schade“, so Ulrike Dietrich  im Gespräch mit der „Glocke“. Diejenigen, die sich aber aufraffen konnten, machten ein gutes Geschäft. So wie die beiden Freundinnen Daria (13) und Anja (12) aus Harsewinkel. „Wir haben noch gar nicht alles ausgepackt. Und trotzdem haben wir schon einen Hüpfball, zwei Hippo-Pferde, einen Pferdestall und eine Baby-Born-Puppe verkauft“, erzählt die 13-Jährige, die dem Schmuddelwetter mit einer Regenjacke trotzt, freudestrahlend. „Wir sind zum ersten Mal hier“, berichtet Anja. Und bei dem Absatz wird es wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. Die Trödler machten es wie die Hüttenbetreiber: Sie packten sich einfach dick ein und bauten Zelte sowie Sonnenschirme auf, worunter die Besucher im Notfall Unterschlupf finden konnten. Heiße Getränke zum Aufwärmen bei Temperaturen um die neun Grad gab es unter anderem bei dem Stammtisch der Miärgenfelder Jungs und deren Frauen. Bei ihnen genossen die Gäste außerdem leckere Waffeln, selbstgebackene Cookies oder Bielefelder Flutlichtbier. Und auch ein Nagelbalken war an der schmuck gestalteten Hütte der Miärgenfelder aufgebaut. „Unser Erlös kommt einem guten Zweck, dem Kinderkrebsprojekt Fruchtalarm, zugute“, erzählt Julia Perpeet.

Ballonkünstler bringt Farbe in Veranstaltung

Farbe in den Martinssonntag brachte der Kölner Ballonkünstler Jörg Missenich. Und nicht nur die Kinder standen bei ihm mit ihren ganz speziellen Wünschen Schlange. „Ich habe heute schon ein Ghostbuster-Logo aus Luftballons gestaltet. Oft wollen die Kleinen Figuren, die aktuell im Kino zu sehen sind“, so Missenich. Moderator Norbert Uphues wies auf der Bühne unter anderem auf die Verlosung um 18 Uhr hin. Derweil steckte Ulrike Dietrich am Vormittag die Lose in die durchsichtige Trommel. Im Hüttendorf an der Bielefelder Straße wurden bereits Adventliches, Kekse und mehr feilgeboten. Heiß her ging es bei der Marienfelder Feuerwehr. Dort konnten die Gäste einen simulierten Mülleimerbrand löschen. Werner Witteler löste die Aufgabe in Nullkommanichts. Das freute den stellvertretenden Löschzugführer Tobias Kochjohann. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde es heimelig im Klosterdorf. Um 17 Uhr setzte sich der Martinsumzug mit den Fackelträgern in Bewegung.

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