So stellen die Greffener Sauerkraut her
Bild: Darhoven
Legten sich beim Hobeln der Kohlviertel mächtig ins Zeug: Ortheimatpflegerin Annette Niemeyer (links) und Hiltrud Windau während des Sauerkrautseminars, das am Greffener Bürgerhaus stattfand.
Bild: Darhoven

Etliche Greffener kamen zum Bürgerhaus, um beim Sauerkrautstampfen selbst Hand anzulegen oder einfach nur, um edle Tropfen und Leckereien aus dem benachbarten Backhaus zu genießen. Die Vereinsbäcker Achim Hinz, Detlef Becker und Michael Lauhoff holten Zwiebelkuchen aus dem Ofen. Und auch die frischen Dinkel- und Rosinenbrote fanden reißenden Absatz. Während Anni Bürenkemper und Marika Thorandt unermüdlich die äußeren Blätter und Strünke von den mehr als 80 Kohlköpfen entfernten, um sie anschließend zu vierteln, standen weitere gut gelaunte Mitglieder des Bürgervereins an den Sauerkrauthobeln bereit, um die vorbereiteten Kohlstücke in feine Streifen zu raspeln. Eine Arbeit, die nicht nur in die Arme ging, sondern auch viel Aufmerksamkeit verlangte. Schließlich galt es, auf die Fingerkuppen Acht zu geben.

Stampfen und würzen

Beim nächsten Arbeitsschritt packten viele Bürger mit an: Sie zerstampften die mit Salz, Wacholderbeeren, Lorbeerblättern und Kümmel gewürzten Krautstreifen in großen Eimern, und zwar so lange, bis die austretende Flüssigkeit den Weißkohl überdeckte. Zum Abschluss wurde die Masse Schicht für Schicht in Spezialgärbottiche gefüllt. In deren Deckel befinden sich kleine Öffnungen, damit die Gase während des wochenlangen Gärprozesses entweichen können. Auf dem Greffener Weihnachtsmarkt wird das selbst hergestellte Sauerkraut dann zum Verkauf angeboten – und erfahrungsgemäß wieder reißenden Absatz finden.

Wein aus Rheinhessen

Das galt auch für den Wein vom rheinhessischen Winzerhof von Wilfried und Verena Weinbach, die aus Ober-Flörsheim nach Greffen gekommen waren. Etliche Liter Federweißer sowie zahlreiche Flaschen Rot- und Weißwein hatten sie im Gepäck. Viel Beifall gab es für die Sänger des Männervokalensembles M-Tune aus Greffen sowie für die Musiker der Eckpoahl-Band, die den Nachmittag gesanglich und musikalisch bereicherten. Besonders begehrt waren auch der frische Kuchen und Kaffee im Bürgerhaus. Egbert Heinrich als Vorsitzender des Bürgervereins Greffen strahlte über beide Wangen. Er freute sich riesig über die rege Teilnahme und die zahlreichen Besucher, wie er im Gespräch mit der „Glocke“ sagte.

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