Unbekannter schießt auf Hund „Haui“
Bidl: Christ
Täglich geht Wilhelm Kiffmeier mit dem Mops „Haui“ spazieren. Nach der Schussverletzung schafft der Hund nur noch die halbe Runde und ist danach erschöpft.
Bidl: Christ

Am 14. Oktober wühlte „Haui“ im Beet herum, als er plötzlich komisch jaulte, wie sich Anneliese Kiffmeier erinnert: „Wir dachten erst, er sei gebissen worden.“ Denn der Hund blutete stark. Panisch floh der Vierbeiner durch die offene Garagentür von der Sürenbrede Richtung Tecklenburger Weg. Wilhelm Kiffmeier goss vorn die Blumen und konnte dem Haustier nur hinterher sehen. An der Ecke Körbekestraße brach „Haui“ schließlich zusammen. Passanten brachten ihn für die Notversorgung zum Harsewinkeler Tierarzt Niedick. Von dort aus musste der Mops in eine Tierklinik. „Er wurde operiert und in seinem Bauch steckte noch die Kugel“, sagt der Halter Michael Kiffmeier. Nach der Operation musste „Haui“ eine Woche lang in der Klinik bleiben. Der Vierbeiner, eine Mischung aus Mops und Terrier,  verlor viel Blut. Der Schuss traf zwischen Rücken und Schlagader.

Mit viel Glück blieb die Wirbelsäule unverletzt. „Haui“ hat die Tat überlebt, leidet aber unter den Folgen. Beim Spazieren mit Wilhelm Kiffmeier schafft er nur noch die halbe Runde, danach muss er sich im Körbchen ausruhen. In den Garten traut er sich nicht mehr allein. „Der tut einem richtig leid“, seufzt Anneliese Kiffmeier. Die Familie Kiffmeier hofft, dass die Polizei bald Anhaltspunkte findet. Tierverletzungen sind nach juristischem Straftatbestand Sachbeschädigungen. „Ich habe die Polizei angerufen, aber dafür sind sie nicht herausgefahren“, sagt Michael Kiffmeier. „Wir haben auch eine Anzeige in Sachen missbräuchlicher Verwendung von Schusswaffen eingeleitet. Vielleicht lässt sich auf diesem Weg noch etwas bewegen.“

Derzeit herrscht Ratlosigkeit, womit genau auf „Haui“ geschossen wurde. Die Patrone mit sechs Millimetern Durchmesser befinde sich bei der Polizei. „Jedenfalls muss der Schütze vom Gehweg durch das Gebüsch nahe an unseren Zaun herangetreten sein, um den Hund zu treffen“, steht für Michael Kiffmeier fest. „Haui“ ist seit knapp zwei Wochen wieder zu Hause. Im Alltag benötigt er die Hilfe seiner Herrchen. Treppen steigen kann er nicht, dafür baute Michael Kiffmeier eine Rampe, über die der zehn Jahre alte Mops ein- und ausgehen kann.

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