Zum 70. Geburtstag wird gespendet
Bild: Christ
Spendenübergabe: (v. l.) Elena Kaimova, Anna Hirsch (Koordination der Flüchtlingshilfe, AWO), Spender Henning Bolte, Kai Treptow (AWO), Isa Mustafa und Tochter Lamar.
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Und für weitere Projekte ist auch noch Geld übrig. „Ich habe schon viel von der Flüchtlingshilfe gehört und mitbekommen“, erklärt Henning Bolte. Als er vor sechs Wochen seinen 70. Geburtstag feierte, verzichtete der Spender auf eigene Geschenke: „Eigentlich habe ich mir nichts gewünscht, sondern mir überlegt, die Summe der Awo zur Verfügung zu stellen.“ Die Verantwortlichen der Flüchtlingshilfe können die Finanzspritze gut für ihre Arbeit gebrauchen. Von dem Geld fließt ein Betrag in drei neue Fahrradanhänger. Damit kann die Mobilität der Flüchtlinge in Harsewinkel gefördert werden. „Viele Eltern haben keine Möglichkeit, ihre Kinder auf anderem Wege in den Kindergarten zu bringen“, weiß Anna Hirsch von der Awo. „Es ist daher wichtig, dass wir jetzt mehr Möglichkeiten anbieten können.“

Anhänger können ausgeliehen werden

Die Anhänger können gegen eine Kaution von 30 Euro leihweise beim Gemeinschaftshaus oder bei der Oase am Rövekamp, beides Einrichtungen der Awo, in Anspruch genommen werden. Jedes Exemplar bietet Platz und Sicherheitsgurte für ein oder zwei Kinder. Im Vorjahr bekam die Awo bereits zwei Anhänger von der katholischen Kirchengemeinde. Die Aufstockung scheint auch deshalb sinnvoll, weil ab dem 23. Oktober 40 neue Personen nach Harsewinkel ziehen, verrät Anna Hirsch: „Wir bekommen über einen Zeitraum von acht Wochen Einzelpersonen und Familien.“ Mit dem Geld von Henning Bolte wird die Awo weitere Projektarbeit betreiben können, zum Beispiel die offenen Cafés im Gemeinschaftshaus. „Zuletzt und für das nächste Jahr wurden einige Fördergelder gestrichen. Die Etats für unsere Angebote sind knapp. Zudem hilft das Geld bei der Betrachtung von Einzelfällen, wenn ganz konkrete Hilfe gebraucht wird“, beteuert Kai Treptow von der Arbeiterwohlfahrt. „Die Hauptsache ist, dass die Integration gefördert wird“, macht Henning Bolte deutlich.

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