„Bäume geben Ortskern ein Gesicht“
Bild: Schäfer
Um den Baumbestand in Herzebrock-Clarholz zu schützen, will die Grüne Alternative Liste eine Baumschutzsatzung schaffen. Dazu haben sie im Bauausschuss eine Mustersatzung vorgelegt.
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Der Bau- und Umweltausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung erneut mit dem Thema beschäftigt. Im Mittelpunkt stand eine von der GAL vorgelegte Musterschutzsatzung. Vorangegangen waren Gespräche zwischen der GAL und Verwaltung sowie das Einholen von Informationen über die Satzung des Städte- und Gemeindebunds sowie den Vorgaben vom Land NRW. Über den Entwurf müssen jetzt alle Fraktionen diskutieren. Erst dann erfolgt eine weitere offizielle Beratung im Ausschuss und im Rat. „Wir hoffen, dass das noch bis Ende des Jahres passiert“, sagte Lakebrink. „Uns ist es wichtig, dass sich alle Fraktionen mit dem Thema beschäftigen, damit wir zu einem Beschluss kommen, der von allen mitgetragen wird“, betonte Petra Lakebrink im Gespräch mit der „Glocke“. Die Diskussion solle breit aufgestellt sein.

Der Schutz des Baumbestands in Herzebrock-Clarholz liegt der GAL-Fraktionsvorsitzenden nicht nur aus ökologischen Gründen am Herzen. Vielmehr „gliedern Bäume auch den Ortskern und geben ihm ein Gesicht“, machte Petra Lakebrink klar. Leider seien in der Vergangenheit wie zum Beispiel in der Bahnhof-, Osthoff- oder Thomas-Mann-Straße viele Bäume gefällt worden, sodass anschließend das Straßenbild zerstört gewesen sei. „Wir sind sogar von etlichen Bürgern angesprochen worden, die nichts mit der Partei zu tun haben, und die ihren Unmut darüber geäußert haben“, so die Lokalpolitikerin. Auch Landschaftsgärtner, die nicht aus Herzebrock-Clarholz kämen, hätten erkannt, dass es in der Gemeinde keine Baumschutzaktion gibt. Das würde sehr viel aussagen über das Erscheinungsbild des Orts. Im Vordergrund steht der GAL-Fraktionsvorsitzenden zufolge vor allem der Schutz der Bäume im öffentlichen Raum. „Der alte Baumbestand ist, vorausgesetzt es handelt sich nicht um kranke Bäume, erhaltenswert“, betont sie abschließend. Man wolle außerdem erreichen, dass Ersatzpflanzungen angeregt werden. Daneben solle die Satzung dazu beitragen, dass vor Baumfällaktionen genau überlegt werde, was anschließend gepflanzt werde. Denn auch das sei in der Vergangenheit nicht immer stimmig gewesen.

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