Brückenneubau liegt voll im Plan
Bild: Schäfer
Den Stand der Bauarbeiten an der Emsbrücke erläuterten Frank Linke (links) und Georg Steinmeier  von Straßen NRW.
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Und es soll nicht nur Fahrzeuge, sondern künftig auch Radfahrer und Fußgänger – im Gegensatz zu früher – auf einem eigenen Streifen über den Fluss führen. Vor Ort sind Georg Steinmeier und Frank Linke von Straßen NRW, Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe. Die Behörde ist Träger der Baumaßnahme, die Ende September in Angriff genommen wurde. Linke zeichnet dabei für die örtliche Bauüberwachung verantwortlich. Beide sind zufrieden mit dem, was sie vorfinden. Das waren sie nicht, als die Ergebnisse der letzten Hauptuntersuchung zur Emsbrücke vor einigen Monaten bekanntwurden. Die Brücke stammt aus dem Jahr 1937 und wurde „immer unter Kontrolle gehalten“, sagt Steinmeier. Bis sich Schäden zeigten: unter anderem Risse auf der Unterseite und angerostete Bewehrung. Dann wurde gerechnet. „Eine Instandsetzung war nicht wirtschaftlich“, so Steinmeier zu der Entscheidung für einen Neubau. Ausführendes Unternehmen ist Wilhelm Scheidt aus Herford. Bis Mai 2018 soll eine neue Brücke entstehen. Ein bisschen breiter wird sie werden, ansonsten aber den bisherigen Verlauf aufnehmen. „Die Fahrbahn wird auf 7,5 Meter verbreitert“, sagt Frank Linke. Auch die sogenannte Kappe, ein separates Bauteil, auf dem Radweg geführt wird, fällt größer aus. 3,50 Meter wird sie auf der Seite von Hüttingsmühle breit.

Um die Ems im Zaum und von der Baugrube fernzuhalten, wurden Stahlplatten tief in den Boden gerammt. „Rückwärtig werden sie mit Steinsäcken abgestützt“, so Steinmeier. Die Wasserhaltung sei nicht ganz unproblematisch, die Strömung der Ems kraftvoll. Doch er ist zuversichtlich, dass die Konstruktionen halten und das Wasser stets an der Stahlspundbohlen vorbei geleitet wird. Bauwerkgründung und Widerlager zählen zu den nächsten Bauschritten. Im Lauf kommender Woche sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. „Dann wird der zweite Teil der alten Brücke abgebrochen“, schildert der Mitarbeiter. Bisher sei kaum Wasser in die Baugrube und den vorgelagerten Bereich eingedrungen. Unter anderem sichert eine Pumpe den Arbeitern einigermaßen trockene Füße. „Während der Bauzeit fließt die Ems im alten Bachbett weiter“, sagt Steinmeier.

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