Der Axtbach soll schöner werden
Bild: Schäfer
Vor dem Hintergrund gesetzlicher Bestimmungen soll der Axtbach in der Gemeinde aufgewertet werden. Neben der ökologischen Verbesserung ist insbesondere der Hochwasserschutz für Gebiete in Clarholz Anlass für ein ganzes Paket von Maßnahmen.
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Einen ersten Schritt auf dem Weg zur Umgestaltung hat der Bau- und Umweltausschuss getan. Er beschloss einstimmig, einen Antrag auf Fördermittel vorzubereiten. Was kann gemacht werden, um das Fließgewässer aufzuwerten? Antworten gab Tom Leifels. Ein ganzes Maßnahmenpaket könnte demnach Fließrichtungen und -mengen beeinflussen: die Erweiterung oder der Neubau von Durchlässen, die Aufweitung und der Anschluss von Altarmen (Sicherung einer Vernetzung mit Seitengewässern), Rückschnitte begleitender Gehölze, der Bau von Flutrinnen, Erhalt und Entwicklung von Auengewässern oder schlicht eine Aufweitung des Bachbetts selbst. Im Detail ging Leifels unter anderem auf den Durchlass in der Letter Straße ein. Er bilde einen Engpass im Abflusssystem, und das nicht nur bei außergewöhnlichen Hochwasserlagen. „Dort gibt es erhebliche Defizite“, verwies er auf die Betonsohle, die zu hoch liege und in diesem Zustand eine ökologische Durchgängigkeit verhindere.

Ein Punkt, an dem man ansetzen sollte: Entweder durch den Bau weiterer Durchlässe oder der Vergrößerung des vorhandenen Rahmens. Im Blick hatte der Fachmann auch den sogenannten Schweinemerschgraben zwischen der Reithalle Uphus und der Bundesstraße. Eine Aufweitung könnte dort das Strömungsbild verbessern. Die Umsetzungsfahrpläne des Landes weisen den Abschnitt des Axtbachs auf Gemeindegebiet als sogenannten Strahlursprung aus. Was nach den Ausführungen Leifels bedeutet, dass das Gewässer sehr naturnah erhalten oder eben sehr naturnah gestaltet werden müsse. Fachbereichsleiter Karl-Hermann Schlepphorst ergänzte Hintergründe. Schwerpunkt des Konzepts sei demnach sicherlich die ökologische Verbesserung des Axtbachs. „Aber diese Maßnahmen dienen auch dem Hochwasserschutz“, sagte Schlepphorst. Überflutungen im Bereich der Steinbreite und der Klosteranlage sollen dadurch weitgehend ausgeschlossen werden. Im Prinzip gehe es jetzt darum, „zu schauen, was und in welcher Höhe förderfähig ist“, so Schlepphorst. Signalisiert hat die zuständige Bezirksregierung Detmold, zwischen 50 und 80 Prozent der Kosten zu übernehmen. Die liegen für zehn Einzelmaßnahmen für das Projekt bei geschätzten 365 000 Euro.

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