Gemeinderat will Gesamtschule errichten
Bild: Reinhardt
Geht es nach dem Gemeinderat, soll die Gesamtschule im Herzebrocker Von-Zumbusch-Schulzentrum bereits im kommenden Schuljahr starten.
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 Die Gemeindeverwaltung wurde vom Rat beauftragt, alle erforderlichen Maßnahmen für die Realisierung in die Wege zu leiten. „Heute haben wir die Antwort der Bezirksregierung erhalten“, sagte Bürgermeister Jürgen Lohmann, der in der vergangen Woche in Detmold um eine Stellungnahme gebeten hatte. „Der Tenor ist: Wenn die Zahlen stimmen, wird die Gesamtschule genehmigt“, so der Bürgermeister. Für die Sekundarstufe eins müssen mindestens 100 Anmeldungen pro Jahrgang vorliegen, für die Sekundarstufe zwei sollen es 42 sein, denn eine Gesamtschule beinhaltet immer auch eine gymnasiale Oberstufe („Die Glocke“ berichtete).

Zahlen und Ratsbeschluss allein reichen allerdings noch nicht aus, damit die Gesamtschule bereits ab dem kommenden Schuljahr an den Start gehen kann. Auch eine Elternbefragung der jetzigen Grundschüler steht noch an. „75 Prozent der Eltern müssen sich dafür aussprechen“, so der Bürgermeister.

„Unser Wunsch, in Herzebrock-Clarholz das Abitur zu ermöglichen, könnte durch eine Gesamtschule erfüllt werden“, sagte der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Herzebrock, Bernhard Nickel, für seine Partei. Vor allem in der Oberstufe sei die derzeitige Situation mit den Schülertransporten nach Rheda und Harsewinkel zum Teil katastrophal. Gleichwohl teilten nicht alle CDU-Mitglieder diese Meinung. So sprach sich Heinz Jakobsmeier deutlich gegen die Entscheidung und die damit einhergehende Schließung der Real- und Hauptschule aus.

Geschlossen stimmte die FDP gegen die Gesamtschule. Hendrik Menzefricke-Koitz legte die Gründe dafür noch einmal dar: Der Fraktionsvorsitzende hält es auf lange Sicht für schwierig, die geforderten 100 Schüler pro Jahrgang zu erreichen. Auch eine Oberstufe hält er mit beispielsweise 50 Schülern für grenzwertig. „Da können viele Leistungskurse gar nicht angeboten werden“, so Menzefricke-Koitz. Außerdem betonte der FDP-Mann, dass sich auch die Rektorinnen der Haupt- und Realschule für eine Sekundar- und nicht für eine Gesamtschule ausgesprochen hätten.

Der stellvertretenden Bürgermeisterin, Jutta Jostkleigrewe-Vielstädte (UWG), war noch ein weiterer Aspekt wichtig: „Es sollte ein klares Votum geben, dass die Lehrer, die sich wünschen, weiter in Herzebrock-Clarholz zu unterrichten, auch an der Gesamtschule bleiben dürfen.“

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