Juventus-Team holt sich  den Titel
Bild: Steinecke
Das Team „Juventus Urin“ sicherte sich zum zweiten Mal nach 2012 den Titel beim Affentennis-Cup Herzebrock.
Bild: Steinecke

Bei den Frauen feierte das Quartett von „Projekt Sandburg“. Die Harsewinkelerinnen mit Christina Quiel, Annika Ballhausen, Sandra Suer und Christina Schöne waren zum ersten Mal beim Affentennis unterwegs und landeten gleich einen Volltreffer. Sie spielten zwar weniger spektakulär, dafür leisteten sie sich unter den widrigen Bedingungen die wenigsten Fehler. Auch wenn sie es im letzten Satz noch einmal spannend machten, bekamen das die Lokalmatadorinnen Regine Topmöller, Fabienne Flaßkamp, Syenja Gohres und Hannah Rüter vom Team „Louie meets Thes White Stripes“ in der Summe deutlich zu spüren. Heiko und Marco Hasken sowie Timo Schulze Grachtrup, Joachim Just und Ulf Brockhoff waren dem Hobby-Lager wohl schon entwachsen. „Sie spielen ja schon etwas länger Wasserball“, bemerkte Moderator Thorsten Kellner. Die Fünf hatten bereits 2016 im Finale gestanden. Jetzt wollten sie den Pokal um jeden Preis und ließen Viktor Drewes, Felix Ertel, Markus Schulze und Christopher Stall von „Bang Boom Bang“, die das Turnier 2009 gewonnen hatten, mit 2:0 keine Chance. „Trotz des Regens haben die das gut hinbekommen“, sagte Reinhardt Mainka. Der Mann vom Ordnungsamt schaute zwischenzeitlich nach dem Rechten.

Auch Thomas Stork zeigte sich verhalten zufrieden und sagte: „Es sind tagsüber nicht viel weniger Besucher als sonst.“ Wichtig war vor allem, dass keins der 40 Männer- und 20 Frauen-Teams abgesagt hatte. So kam wenigstens der Turnierplan nicht durcheinander. „Oh, die sind aber zügig unterwegs“, sagte ein Zuschauer. Angesichts des Dauerregens drückten die Organisatoren aufs Tempo und ließen die Spiele der Finalrunden parallel laufen. Die Begegnungen um die dritten Plätze der Männer und Frauen fielen aus, und es wurden jeweils zwei dritte Plätze vergeben. Ein Verlegen der Veranstaltung wäre nur schwer möglich gewesen. „Die ganzen Verzehrstände sind ja gebucht“, so Stork.

Zwei Dinge haben in diesem Jahr beim Affentennis-Cup geholfen: Durchhaltevermögen und Improvisationstalent. Das stellte Organisator Thorsten Kellner unter Beweis. „Gleich ist es geschafft“, war kurz vor dem Anpfiff des Männer-Finals in den Gesichtern der Organisatoren deutlich zu lesen. Doch die Veranstalter hatten die Rechnung ohne den Fehlerteufel gemacht, denn plötzlich war der Strom weg. Thorsten Kellner schnappte sich kurzerhand den Schiedsrichterstuhl und moderierte unverstärkt aus luftiger Höhe. Nach einer knappen Viertelstunde war das kleine Technikproblem dann auch behoben. Mit mehr Problemen hatten die Titelverteidiger zu kämpfen.

Die „Tricotlosen Schnitzeljäger“ trafen im Viertelfinale auf „Die Dritte“ mit Markus und Matze Düpmann sowie Carsten Reick, Mario Westermann und Knut Entrup. Nach einem heißen Duell setzte sich „Die Dritte“ knapp mit 2:1 durch, hatte im Halbfinale aber mit 0:2 gegen „Juventus Urin“ das Nachsehen. Im zweiten Halbfinale siegte „Bang Boom Bang“ gegen die „Beach Bulls“. Bei den Frauen standen „Die Kühlen Blonden“, „KannNixchen“, „Projekt Sandburg“ und „Louies meets The White Stripes“ im Halbfinale. Die Blonden präsentierten sich zu kühl, während „KannNixchen“ sich den späteren Turnier-Königinnen beugen musste. Den Pokal für die lustigste Mannschaft sicherten sich die Jungs der „Glas hoch Rangers“, die sich auch nach ihrem Ausscheiden wetterfest zeigten.

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