Keine zweite Chance für ersten Eindruck
Bild: Poetter
Orange, oder doch lieber ein roter Ton? Beispielhaft zeigte Stilberaterin Christel Wedler (links) auf Einladung von Jutta Duffe  im offenen Frauentreff, wie das Zusammenspiel von Farbe und Haut wirkt.
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Auf Einladung der Herzebrock-Clarholzer Gleichstellungsbeauftragten Jutta Duffe stieß sie mit ihrem locker servierten Vortrag auf großes Interesse. Einladungen zum offenen Frauentreff gebe es schon seit Jahren, sagt Jutta Duffe. „Seit Mai haben wir diese Veranstaltungsreihe intensiviert und laden jetzt alle vier Wochen zur lockeren Runde, mal mit, mal ohne Thema, ein.“ „Jede Frau ist schön und einzigartig“, sagte Wedler. Sie war nach einer kurzen Begrüßung schon mitten im Thema. Wichtig sei, die Ausstrahlung mit den richtigen Farben, einem typgerechten Make-up und der richtigen Körpersprache zu verstärken, erklärte die Rheda-Wiedenbrückerin und hatte für die Frauen jede Menge nützlicher Tipps im Gepäck. Die erste Frage am Morgen „Was ziehe ich an?“, orientiere sich in der Regel nach Anlass, Stimmung und Wetter. Die Fachfrau bezog die rund 35 Besucherinnen gleich von Beginn an in die Diskussion ein.

 Anhand von Farbtafeln ging es zunächst um Gefühle und Assoziationen, die mit bestimmten Farben verbun-den werden: Während man bei einem kräftigen Gelb an Sonne und Wärme denkt, steht ein leuchtendes Orange für gute Stimmung und Lebensfreude. Die Farbe Grün wird oft mit Natur verbun-den, Blau kommt als kalte Farbe daher. „Für ein auffallendes Rot braucht man Mut und bekommt Blicke“, so Wedler. Sie findet, dass Rot in seiner Vielfalt jede Frau gut aussehen lässt – entscheidend ist jedoch der richtige Farbton. „Die Beratung schreibt keine Farbe vor“, erklärte die Fachfrau. Wichtig sei, was zum Gesicht passe, es strahlen lasse und für Harmonie sorge. Um diese These zu untermauern, hatte Wedler 99 Tücher in unterschiedlichen warmen und kalten Farben mitgebracht, die „am Objekt“, sprich an einigen Besucherinnen, ausprobiert wurden. „Ältere Frauen greifen gern zu pastelligen Tönen“, so die Erfahrung der Beraterin. Weiße Kleidung könne mit einem farbigen Tuch optimiert werden, „das wirkt frischer.“ Kurz: An diesem Abend ging es darum, nicht nur nett, sondern gut auszusehen. Dass nicht alle Anwesenden persönlich beraten werden konnten, war klar: „Dafür brauche ich jeweils eineinhalb Stunden“, erklärte Wedler, heute gehe es ums Bewusstmachen.

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