Rat will Wettbewerb für Gerätehaus
Bild: Schäfer
Noch prangt das Schild am Gebäude am alten Standort Pixeler Straße. Bis der Neubau am Udenbrink realisiert ist, wird noch etwas Zeit ins Land gehen. Für den Neubau hat der Rat jetzt einen Planungswettbewerb beschlossen.
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Diese Bausumme hatte der Gemeinderat bereits in einer vorhergehenden Sitzung als Ziel vorgegeben – und damit die grobe Kostenberechnung, die das Büro K-Plan vorgelegt hatte, um 310 000 Euro unterschritten. Jetzt stand der Weg zur Umsetzung auf der Tagesordnung des Rats. Die Bürgervertretung musste sich zwischen einem Planungswettbewerb, einer Mehrfachbeauftragung oder einer Direktbeauftragung eines Architekten entscheiden. Nachdem das Thema im Haupt- und Finanzausschuss vertagt worden war („die Glocke“ berichtete am 22. September) um Zeit für fraktionsinterne Beratungen zu gewinnen, stellten die Parteien jetzt ihre Entscheidungen vor. „Wir denken, dass wir durch einen Planungswettbewerb ein besseres Ergebnis erreichen“, sagte CDU-Fraktionssprecher Bernhard Petermann. Ebenfalls für einen Wettbewerb sprach sich die SPD aus: „Das dauert eine überschaubare Zeit und gibt interessante Alternativen“, so Ratsherr Heinz Willikonsky.

 „Um Kosten und Zeit zu sparen, sprechen wir uns für eine Direktbeauftragung aus“, konstatierte André Kunst für die UWG. Die GAL habe keine einheitliche Meinung, wies Fraktionssprecherin Petra Lakebrink hin. Jeder werde bei der Abstimmung für sich entscheiden. Roland Stefan von der FDP plädierte für eine Direktbeauftragung eines Architekten. „Bei dem Feuerwehrgerätehaus handelt es sich um ein überschaubares Bauvorhaben, das keine besonderen Anforderungen an die Statik oder die Optik stellt.“ Geld, das gespart werde, könne in die Technik gesteckt werden, so der Freie Demokrat. Auch Bürgermeister Marco Diethelm bezog Stellung: „Der Wettbewerb ist charmant.“ Er stelle kaum einen Zeitverlust dar und produziere letztlich nur zwei Prozent Mehrkosten, so das Gemeindeoberhaupt. Die finanziellen Auswirkungen wurden in der Vorlage aufgeführt. Demnach war die Direktbeauftragung mit 12 000 Euro an Vorplanungshonorar die günstigste Variante. Der teuerste Weg wäre die Mehrfachbeauftragung gewesen. Dann wären jeweils 12 000 Euro für die beteiligten vier Büros sowie weitere 21 000 Euro für die Wettbewerbsbetreuung angefallen. Summa summarum also 69 000 Euro. Von den Kosten her mittig bewegt sich der Planungswettbewerb mit 45 000 Euro. Wobei auch dort 21 000 Euro für die Betreuung des Verfahrens einkalkuliert sind.

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