UWG will wieder eigenen Kandidaten stellen
Bild: Schäfer
Mit der Resonanz während der Versammlung innerhalb der Herbstferien zeigte sich die Unabhängige Wählergemeinschaft Herzebrock-Clarholz zufrieden.
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Der Verein hatte zur Mitgliederversammlung eingeladen: Eine Gelegenheit auch, um Bilanz der kommunalpolitischen Arbeit zu ziehen. Das tat Fraktionssprecher Antonius Beermann. Im Blick hatte er dabei zahlreiche UWG-Anträge und Themen, die Rat und Fachausschüsse in den vergangenen Monaten parteiübergreifend beschäftigten. Mehrfach habe sich die UWG den Mehrheiten im Rat, dort ist sie mit 8 Mitgliedern bei einer Ratsgröße von 35 vertreten, beugen müssen, sagte Beermann. Die Friedhofssatzung hätten die Unabhängigen beispielsweise gern anders gestaltet, um das kommunale Defizit in dem Bereich zu minimieren. Auch die nachträgliche Tolerierung von Abweichungen in Bebauungsplänen (Klinkerfarbe) durch den Rat, finde er nach wie vor nicht gerecht. Positiv seien dagegen die nicht mehr so eng gefassten Gestaltungsrichtlinien für den Hausbau in der Gemeinde. „Man sieht heute schon in neuen Baugebieten, was so ein Beschluss ausmacht“, sagte Beermann zur Vielfalt der Bauweisen. Er persönlich finde das besser und moderner.

Mit dem Ansinnen, die Grund- und Gewerbesteuern nicht anzuheben, sei die UWG zur Haushaltseinbringung 2017 gescheitert. „Wir haben gemeint, dass wir das nicht brauchen“, sagte der Fraktionssprecher, der die tatsächlichen Zahlen am Jahresende abwarten wolle. Viel Raum habe das Thema Breitband eingenommen: Vermutlich einen Tag vor der Ratssitzung (Mittwoch, 15. November), rechnet die UWG mit einer Information zu Beschlüssen beteiligter Aufsichtsräte: „Geht oder geht nicht“, werde es dann zum Projekt Glasfasertechnik heißen. Erfolgreich sei die UWG mit dem Antrag gewesen, die Kosten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Quenhorn auf 1,3 Millionen Euro zu deckeln. Auch wenn sie den jetzt geplanten Architekten-Wettbewerb für unangebracht halte.

Zum neuen Kindergarten für den Ortsteil Herzebrock hieß es: „Es wird Zeit, dass wir dort weiterkommen.“ In Sachen Standort seien Flächen an der Fürst-Adolf-Straße oder an der Rhedaer Straße im Gespräch, so die UWG. Beim Radweg entlang der Samtholzstraße sei der Kreis Gütersloh als zuständige Behörde gefragt: „Bürgerradwege gibt es bisher nur auf Landesebene“, so Beermann. Da müsse man schauen, ob das klappe.

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