Von der Konstruktion bis zum Probelauf
Bild: Schäfer
Am Schaltschrank der  50 Meter langen Zargenanlage  stehen  Geschäftsführer Dr. Markus Mönig und Vertriebsleiter Gernot Füchtenhans.
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 Auf 4000 Quadratmetern Fläche fertigen bis zu 35 Mitarbeiter an der Dieselstraße im Ein-Schicht-Betrieb automatisierte Anlagen für die Möbel- und Holzindustrie sowie Automobilzulieferer. „Alphamatic hat durchaus bewegte Zeiten hinter sich“, sagt Geschäftsführer Dr. Markus Mönig (Bild). 1982 als Systematic gegründet und 2009 in Alphamatic umfirmiert, begleitete die Arbeit als Lieferant für die Türen- und Möbelindustrie die Firma von Beginn an. In den 90er-Jahren verschob sich der Schwerpunkt: Mit der Herstellung von Transportbaugruppen für Automobilpresswerke wurde ein weiterer Geschäftszweig aufgebaut. Eine Neuausrichtung begann mit der Übernahme durch die Ilan-Unternehmensgruppe aus Dortmund im Jahr 2015. „Alphamatic war damals ziemlich einseitig ausgerichtet“, sagt Mönig, der seit dem Ilan-Einstieg mit an Bord ist. „Wir haben uns also mit ein paar Leuten zusammengesetzt und überlegt“, so der Geschäftsführer.

Ziel sei es gewesen, dass Alphamatic nicht nur als Direktanbieter bei Bestands- und Neukunden, sondern auch als Systemlieferant für individuelle Lösungen in Sachen Automatisierung verstärkt wahrgenommen wird. Dazu tragen Präsentationen auf der Fachmesse Ligna in Hannover als auch Sonderanfertigungen wie die Zargenanlage bei, findet Gernot Füchtenhans. Er ist seit 33 Jahren im Unternehmen tätig und absolvierte dort auch seine Ausbildung. Der Vertriebsleiter hat die Entwicklung, die Konstruktion, den Bau und die Inbetriebnahme der Großanlage intensiv begleitet, bevor sie vor kurzem auf den Weg zum Kunden gesandt wurde. „Das müssen wir im Vorfeld sauber haben“, sagt Gernot Füchtenhans. „Die Maschinen müssen einfach laufen.“

Damit das so bleibt, braucht es kompetente Mitarbeiter, wissen Mönig und Füchtenhans. Ein Thema, das die Geschäftsleitung auch beim Firmenbesuch von Bundestagsmitglied Ralph Brinkhaus (CDU) kürzlich thematisierte. „Wir hätten gern noch mehr eigene Leute. Zum Beispiel Schlosser, Elektriker oder Programmierer“, sagt Betriebsleiter Igor Schlegel. Der Fachkräftemangel hinterlasse also auch in Herzebrock-Clarholz seine Spuren. Gemeinsam mit dem Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit in Gütersloh konnten schon einige frei gewordene Stellen besetzt werden, aber der Bedarf sei nach wie vor groß.„Wir brauchen in erster Linie keine Uni-Leute“, sagt Mönig, vielmehr seien Bodenständigkeit und Vernunft wichtig.

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