Zum Finale fällt der Hammer
Petrus war den Besuchern des Trödelmarkts am Samstag nicht hold. Davon ließen sich die Gäste aber nicht abhalten. Zahlreiche Besucher stöberten bei den Ständen.

Lockere Zweikämpfe toben zwischen den Bietern – bis der Hammer fällt. „Wir werden die Aktionen nicht verschachern“, betonte Markus Hombrink zum Auftakt der Versteigerung. Denn zum Aufruf kamen in diesem Jahr keine Fahrräder, sondern lokale Events, die in Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern und Unternehmen auf die Beine gestellt wurden.

Achtmal schwang Norbert Pollmeyer den Hammer, pries Vorzüge der Aktionen an und wurde auch bei der Einstimmung nicht enttäuscht. „Wir sind nach dem Rudelsingen ja gut im Training“, brachte er die Menge zum Singen. „Das funktioniert“, war er begeistert, nachdem der Gassenhauer von Paul Kuhn „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ verklungen war.

Dann ging es Schlag auf Schlag: Ob Fotoshooting, Eselkutschfahrt, Rundflug, Styling-Abend – was unter dem Hammer kam, ging zu tollen Preisen weg. Immer wieder hob auch Bürgermeister Marco Diethelm den Arm, um beispielsweise den Einsatz der Mofasportfreunde zu ersteigern. Überboten wurde er von Apotheker Andreas Tollmann, der eine genaue Vorstellung davon hatte, wofür er die acht Männer an einem Samstag einsetzen wird.

„Das ist der Wahnsinn“, freute sich das Organisationsteam mit Markus Hombrink und Manfred Schäfer. Einen solchen Erfolg der Versteigerung hatten sie zwar erhofft, aber nicht damit gerechnet hatte. Mehr als 2000 Euro waren für einen guten Zweck zusammen gekommen.

Nicht das einzig Positive zum Herbstwochenfinale: Denn trotz des miserablen Wetters waren viele gekommen. Die Gruppen und Vereine hatten im Freien ihre Pavillons aufgebaut und Mitmachaktionen wie Nagelbalken, Feuerlöscher-Testen oder Gewinnspiele angeboten.

Gemeinsam mit Besuchern aller Altersklassen ließen Organisatoren und Aktive das verregnete, aber dennoch gut besuchte Herbstwochenfinale ausklingen. Und für einige wurde es eine kurze Nacht. Um 6 Uhr trafen sich am Sonntagmorgen unermüdliche Helfer, um den Clarholzer Marktplatz wieder besenrein zu bekommen.

Doch nicht nur die Auktion machte den Trödelmarkt aus. Stets umringt von Zuschauern war auch Lukas Mathmann. Er zeigte, wie filigran er mit einer Kettensäge arbeiten kann. Die Menge der Trödler blieb überschaubar, aber die Besucher kamen.

Etwas eher als geplant zogen die Motivwagen des Erntedankumzugs unter Begleitung des Spielmannszugs Clarholz-Heerde zu den Heimathöfen. „Petrus ist heute kein Clarholzer“, bedauerte Markus Hombrink, bevor er mit Blick auf das volle Zelt feststellte: „Ihr zeigt, dass Ihr alle dabei seid. Danke!“ Zahlreiche Trödelsalamis wechselten bei den Kiepenkerlen ihre Besitzer.

Die Hauptpreise gingen an Beate Ostfechtel (Berlin-Reise) und an Familie Giesbrecht (Edelstahlgrill). Reibekuchen und fair gehandelten Kaffee bot die Kolpingsfamilie Clarholz an. Interessierte Nachfragen beantwortete die Verkehrswacht des Kreises. Auf Nachwuchssuche ging die Freiwillige Feuerwehr Clarholz.

Die Gesamtschule zeigte mit witzigen Deko-Objekten ihre Kreativität und zahlreiche Einzelhändler. Und Gewerbetreibende schnürten von Detox-Kosmetik über Marmeladen bis zum Physio-Test ein buntes Paket. Musikalisch unterhielt der Männerchor Eintracht Clarholz mit Liedern, die zum Mitsingen animierten.

Kinder bastelten unter Anleitung von Mechtild Gröver, Elisabeth Wangen und Mara Hombrink Igel aus Pappe. Wer wollte, konnte sich beim Bullriding messen. Beim Scat-Schießen der Hubertus-Schützen wurde Andra Große als Trödelkönig bei den Jugendlichen ausgerufen. Bei den Erwachsenen setzte sich Magdalena Ortras an die Spitze.

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