Altenpflegeheim vor 50 Jahren gegründet
Bild: Bartels
Ein Dreh- und Angelpunkt für die Pflege in der Gemeinde sei das St.-Antonius-Altenheim, betonte Einrichtungsleiterin Margarete Langwald in ihrer Ansprache.
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„Das St.-Antonius-Altenpflegeheim ist der Dreh- und Angelpunkt für Pflegebedürftige in der Gemeinde“, sagte Einrichtungsleiterin Margarete Langwald in ihrer Rede zum Auftakt der Feierlichkeiten. 54 Senioren beherbergt das Heim an der Wadersloher Straße derzeit, berichtete sie. „Unser Betreuungskonzept richtet sich dabei ganz nach den Wünschen der Bewohner.“ Als Interessenvertretung der Senioren besteht der Heimbeirat, der alle vier Jahre gewählt wird.

Das Leben feiern

Seit einiger Zeit gibt es einen Raum, in dem Massagen sowie Wärme- und Kältebehandlungen angeboten werden. Allerdings könnten diese Anwendungen auch weiterhin auf den Zimmern der Bewohner durchgeführt werden, erläuterte Margarete Langwald. Beliebt sei bei den Senioren auch der Frisier- und Schminkdienst. „Denn wir wollen das Leben feiern, und ein gepflegtes Äußeres gehört nun einmal dazu.“

Dank ans gesamte Team

In ihrer Rede zum Jubiläum dankte Margarete Langwald allen, die zum reibungslosen Ablauf im Alltag beitragen. Dazu gehörten insbesondere die 73 Pflegerinnen und Pfleger. Margarete Langwald verglich die Einrichtung mit einem Uhrwerk: Jedes darin vorkommende Rädchen sei wichtig für den Erfolg des Ganzen. Mehrmals musste sie während ihrer Ansprache sie mit Tränen der Rührung kämpfen. „Das St.-Antonius-Altenheim ist keine simple Pflegeeinrichtung, sondern ein Ort des Zusammenseins“, sagte sie.

Suppe mit Mettenden

Im Anschluss gab der Fanfarenzug der Rietberger Grafschaftler ein musikalisches Stelldichein. Im Speisesaal genossen die Bewohner derweil die vorbereiteten Köstlichkeiten: Suppe und Fleischeinlage nach Wahl standen bereit. Sogar ein kleiner Weinbrunnen wurde extra für die Feier aufgebaut. Bianca Wiemer-Nowak vom Sozialen Dienst half einer älteren Frau beim Essen. Ihre Suppe hatte sich die Bewohnerin mit Mettenden bestellt. „Die mag sie am liebsten“, wusste Bianca Wiemer-Nowak.

Auf einem Tisch in der Ecke standen dutzende Marmeladengläser und Blumenkränze zum Verkauf, gekocht beziehungsweise geflochten vom Heimpersonal. Der Erlös wird der Einrichtung gespendet.

89 Steine im Glas

Attraktive Sachpreise, zur Verfügung gestellt von örtlichen Einzelhändlern, locken beim Gewinnspiel. Um einen von ihnen zu ergattern, müssen die Besucher die Anzahl der Steine in einem Glas schätzen. Es waren 89 – genauso alt ist Pfarrers i. R. Paul Hengsbach, der das Altenheim vor 50 Jahren ins Leben rief.

Einst Armen-, später Krankenhaus

Das Altenpflegeheim St. Antonius Langenberg hat seinen 50. Geburtstag gefeiert. Die Einrichtung selbst ist allerdings deutlich älter. Der Grundstein wurde bereits vor 163 Jahren gelegt. Zunächst als Armenhaus im Jahr 1854 von einer Stiftung gegründet, musste es einige Jahre später wieder schließen. 1871 übernahmen zwei Franziskanerinnen die Versorgung der Bedürftigen in der wiedereröffneten Einrichtung. Ein Jahr vor der Jahrhundertwende wurde das Armenhaus um das St.-Antonius-Hospital und eine Kapelle erweitert. Das Gesundheitswesen sollte von da an auch die Hauptaufgabe der Einrichtung darstellen. 1911 wurde das Armenhaus abgerissen und durch einen neuen Krankenhausflügel ersetzt. 1933 stand die erste umfangreiche Renovierung an. Die Umwandlung in ein Altenheim wurde im Oktober 1967 beschlossen. Federführend war der damalige Langenberger Pfarrer Paul Hengsbach. Die letzte Erweiterung und Sanierung erfolgte zwischen 1992 und 1994. Damals wurde das Altenheim in ein Altenpflegeheim umgewandelt. Seitdem verfügt die Einrichtung über eine eigene Demenzstation sowie über eine moderne medizinische Ausstattung.

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