Bagger nehmen sich das Glenne-Ufer vor
Bild: Nienaber
Ab Mitte Oktober wird ein Teilstück der Glenne an der Gemeindegrenze zu Lippstadt aufwendig renaturiert. Unter anderem soll nördlich des Wasserlaufs ein Auewald entstehen.  
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Zuletzt hatte sich die Maßnahme aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verschoben. Die Pläne, die Gewässer an südlichen Kreisgrenze naturnah umzugestalten, liegen beim Kreis Gütersloh als Untere Wasserbehörde schon seit Jahren in der Schublade. Verzögerte sich die Umsetzung anfangs aufgrund von Unstimmigkeiten mit den Anliegern, die Bedenken geäußert hatten, die Maßnahme würde sich negativ auf die Pegelstände der Wasserläufe auswirken, machte später eine Überschreitung der Baukosten Probleme. Der Kreis nahm sich die Zeit, um die Kosten der Baumaßnahme realistisch zu beziffern, um einen ungeplanten Anstieg während der Ausführung zu vermeiden. Nachdem auch diese Hürden genommen waren, konnten die jahrelangen Planungen doch noch erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Abteilung Tiefbau des Kreises hat in diesen Tagen den Auftrag für die Umgestaltung vergeben. Zum Zug kommt die Firma Brummel GaLaBa GmbH mit Sitz in Steinhagen. Anfang beziehungsweise Mitte Oktober soll der Startschuss für das Projekt fallen. Als reine Bauzeit sind laut Kreisverwaltung „mindestens 18 Monate“ kalkuliert. Schlechtes Wetter mit ausgiebigen Regenfällen könnte laut Tiefbauabteilung zu einer Zwangspause führen, da die Gewässerauen dann nicht mehr mit schwerem Gerät bearbeitet werden können.

Bevor die eigentliche Renaturierung über die Bühne geht, stehen vorbereitende Maßnahmen an. Zunächst wird eine Baustraße angelegt. Dann wird der Oberboden abgeschoben und abtransportiert. Der Abtransport des Aushubs hängt sowohl von der möglichen Wiederverwendung als auch von der Marktlage ab. Geplant ist, anschließend die neue Gewässeraue gegen die Fließrichtung auszuheben, also an der Brücke der B 55 zu beginnen. Das Wehr muss für die Dauer der Arbeiten gezogen bleiben. Der Baustellenverkehr wird für die Dauer der Bauzeit zum Teil über die Straßen Am Disselkamp, Fechtelstraße und Weststraße erfolgen. Es ist aber auch vorgesehen, die Baustelle direkt von der B 55 aus anzufahren.

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