Bedarf an Betreuungsplätzen wächst
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Zusätzlichen Raum benötigt die Gemeinde, um den Bedarf an Kinderbetreuung zu decken. Denkbar wäre, eine zusätzliche Gruppe an eine der bestehenden Einrichtungen anzudocken. Dafür müsste allerdings ein geeignetes Objekt zur Verfügung stehen.  
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„Es ist absehbar, dass wir in den kommenden Jahren aufgrund von Zuzug und steigenden Geburtenzahlen einen Mehrbedarf an Betreuungsplätzen haben werden“, sagt Fachbereichsleiter Peter Schaumburg. Den gelte es zu decken. In diesem Jahr ist die Gemeinde sprichwörtlich noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. „Jedes angemeldete Kind konnte mit einem Betreuungsplatz versorgt werden“, informierte Schaumburg die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Familie und Senioren.

Weil aber der Rechtsanspruch bei den Unterdreijährigen entweder durch einen Platz in einer festen Einrichtung oder durch Kindertagespflege erfüllt werden kann, spiegele die Vollabdeckung nicht das Idealbild wider. „Einige der Kinder, die in der Tagespflege untergekommen sind, hätten lieber einen Platz in einem Kindergarten erhalten“, erläutert Schaumburg im „Glocke“-Gespräch.

Abhilfe könnte eine zusätzliche, ausgegliederte Gruppe in einem der vier Einrichtungen schaffen, die – gegebenenfalls zeitlich begrenzt – Mehrbedarfe auffangen könnte. Am Awo-Kindergarten „Am Forthbach“ fährt man schon seit geraumer Zeit gut mit einer Satelliten-Gruppe, die im Nachbargebäude, in einem Mehrparteienwohnhaus, untergebracht ist.

An welche Einrichtung zusätzliche Kapazitäten angedockt werden könnten, steht derzeit jedoch noch in den Sternen. Zwar hatte sich der St.-Lambertus-Kindergarten zuletzt bereiterklärt, auf absehbare Zeit eine vierte Gruppe zu betreiben.

Allerdings steht ein dafür angedachtes Gebäude in Steinwurfweite – der Neubau auf dem Grundstück der ehemaligen Fleischerei Forthaus – aktuell nicht mehr zur Verfügung. „Daher ist es nun unsere Aufgabe, uns nach geeigneten Objekten umzusehen“, erläutert der Fachbereichsleiter. Die Suche dürfte nicht ganz einfach werden. Für Kinder und Träger gleichermaßen sei es schließlich von hoher Bedeutung, die Wege zwischen Haupt- und Nebeneinrichtung kurz zu halten.

Ziel ist es, bereits zum Betreuungsjahr 2018/2019 die Weichen auf Gruppenzuwachs zu stellen. Der hierfür jährlich anfallende Trägeranteil in Höhe von rund 25 000 Euro soll nach Beschlussvorschlag an den Rat von der Gemeinde übernommen werden.

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