Ein Genießer mit sieben Grills
Bild: Inderlied
Das Fleisch für einen Gaumenschmaus: Das Porterhouse-Steak wiegt 1,6 Kilogramm und wird von Tobias Lohmann auf zwei Grills zubereitet.
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 Denn der 37-Jährige probiert gern ausgefallene Grillkreationen aus. Dafür stehen ihm sieben verschiedene Grills zur Verfügung. „Mit Würstchen kann man sich satt essen“, verrät Annika Lohmann mit einem Augenzwinkern, „aber unsere Gerichte sind ein Genuss.“

Fertige Marinaden sind ein Graus für die Langenberger Familie. Viel lieber experimentieren sie mit ausgesuchten Zutaten und bereiten ihre Soßen selber zu. Dabei ist viel Geduld gefragt. „Wir überlegen im Voraus, was wir essen wollen“, erklärt Tobias Lohmann, „spontane Grillaktionen sind selten.“ Das Zubereiten der Speisen ist oftmals ein Tagesprogramm. „Wenn wir abends um 18 Uhr essen möchten, fangen wir morgens mit der Zubereitung an.“ Schließlich müsse ein Nackensteak einige Stunden in der selbst zubereiteten Marinade ziehen, damit es seinen unnachahmlichen Geschmack bekommt, verrät der Langenberger. „In der Zwischenzeit können wir zum Beispiel die Brötchen für den Burger backen oder den Salat anrichten.“

Diesmal will sich Tobias Lohmann selbst übertreffen. Er hat Gäste zu Besuch, alles ausgewiesene Grillexperten: die „BBQ-Piraten“. Bei den regelmäßigen Treffen des Vereins kommen die Mitglieder aus ganz Deutschland zusammen. Jeder bringt eine eigene Kreation mit, den ganzen Tag über gibt es verschiedene Spezialitäten vom selbst gemachten Krautsalat über zartes Hähnchenfleisch, Hot-Dogs am Spieß und Steaks bis zu hin zum Erdbeerkuchen. Hauptsache, das Essen wird auf dem Grill zubereitet. Dabei lassen sich die Griller auch vom ausgiebigen Regen nicht schrecken. „Egal, welches Wetter herrscht, es gibt keinen Grund, nicht zu grillen“, sagt Lohmann.

Der gelernte Bürokaufmann bereitet gerade ein anderthalb Kilo schweres Porterhouse-Steak vor. Das Fleisch stamme von einem Jungbullen aus der Nähe von Stuttgart, weiß der gelernte Bürokaufmann: „Ich lege sehr viel Wert auf eine nachvollziehbare Herkunft“, erklärt Lohmann. „Ich möchte wissen, wie die Tiere gehalten wurden.“

Mehr in der „Glocke“ vom Samstag.

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