Genehmigung für KGB kommt mit der Post
Bild: Nienaber
Nicht mehr aufzuhalten sind nach der endgültigen Genehmigung für den KGB (v. l.) Bernd Forthaus, Boris Röttgen, Michael Langewender und Klaus Löppenberg vom Musikzehner.  
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Schon in der kommenden Woche soll die Abnahme brandschutzrelevanter Umbauten erfolgen – den Charakter eines Provisoriums wird die Konzertstätte damit verlieren. Sichtlich stolz weist Boris Röttgen vom Musikzehner auf das Baustellenschild am Eingang zum KGB hin. „Dafür, dass wir erst im Mai damit angefangen haben, mit echten Besen ordentlich durchzufegen, ist das eine tolle Leistung aller vereinten Kräfte“, sagt Röttgen.

Im Verein brenne man für dieses Projekt, daher sei es nicht verwunderlich, dass in den vergangenen Tagen sprichwörtlich durchgearbeitet wurde, um die für eine Kulturstätte erforderlichen baulichen Maßnahmen möglichst schnell umzusetzen. Nachdem die im Sommer vollzogenen Renovierungsarbeiten als Kür in erster Linie dem eigenen Anspruch der Verantwortlichen geschuldet waren, sind die aktuellen Umbauten Pflicht und unter dem Sicherheitsaspekt zu sehen. Unter anderem muss der KGB als Veranstaltungsstätte über eine breite Eingangstür sowie über eine Treppe mit Fallschutz verfügen. Im Inneren sind ausreichend Fluchtwege herzurichten und zu kennzeichnen. Ein Großteil dieser Maßnahmen ist bereits umgesetzt worden.

Lärmschutz ist garantiert

Ebenfalls als erledigt abgehakt haben die Mitglieder des Musikzehners das Kapitel Lärmschutz. Ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes Gutachten hatte ergeben, dass die erforderlichen Grenzwerte in der Nachbarschaft bei Normalbetrieb eingehalten werden. Das bedeutet, dass künftig bis 22 Uhr Live-Musik im KGB zu hören sein wird und Biergartenbetrieb stattfinden kann. Sind Konzerte geplant, die länger dauern, kann eine Sondergenehmigung beantragt werden.

Nach der Abnahme der erforderlichen Umbauten, die federführend von Boris Röttgen und Klaus Löppenberg betreut sowie von zahlreichen Helfern und Gewerbetreibenden unterstützt werden, geht es mit der Schönheitskur des KGB weiter. Geplant ist, den Backstage-Bereich herzurichten. Zudem sollen eine Bühnenwand errichtet, die Heizungsanlage erweitert und eine abnehmbare Raumverdunklung installiert werden.

Mit der endgültigen Umnutzungsgenehmigung für den KGB will der Musikzehner noch einmal neuen Schwung holen. Zwar seien bereits die Rückmeldungen von Besuchern bisheriger Veranstaltungen durchweg positiv ausgefallen, dennoch wolle man das Programm künftig breiter fächern, sagt Michael Langewender. Schon bald soll es einen Poetry-Slam geben, möglich seien auch Kinoabende. Erstmals wird im November die Reihe „Hopfen und Co.“ im KGB stattfinden.

Wohin die Reise musikalisch geht, ist ebenso offen. Sind es bisher in erster Linie ruhige Gitarrentöne, die vornehmlich Gäste im gesetzten Alter in das ehemalige Bahnhofsgebäude locken, wären die Verantwortlichen des Musikzehners auch anderen Stilrichtungen gegenüber aufgeschlossen, die ein jüngeres Publikum erreichen würden.

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