Orchester begeistern bei „Auswärtsspiel“
 Bild: Bartels
Einen Schmaus für Augen und Ohren präsentierte die Blaskapelle Langenberg mit ihren Kinder- und Jugendablegern bei ihrem Jahreskonzert im Rheda-Wiedenbrücker Reethus. 350 Musikbegeisterte wollten sich das musikalische Stelldichein nicht entgehen lassen.
 Bild: Bartels

Der große Andrang war auch der Grund, weshalb das Stelldichein in der Doppelstadt stattfand. Schon der Beginn des Konzerts war furios. Kaum erklang der letzte Ton des Stücks „Let It Go“– der Titelmelodie des Disneyfilms „Frozen“ –, brandete tosender Applaus auf, durchsetzt von vereinzelten Jubelrufen.

Anschließend folgte die Begrüßung durch den Vorsitzenden Frank Moerchel. „Es freut mich immer wieder, wie viele junge Menschen ihre Freizeit der Liebe zu harmonischen Tönen widmen“, betonte Moerchel. Damit spielte der Langenberger auf den hohen Anteil junger Menschen im 50-köpfigenOrchester sowie dem großen Jugendensemble an. Im Scheinwerferlicht standen nicht zuletzt auch die Jüngsten der Musikerfamilie: die „Flötis“. Die zehn Kinder unter Leitung von Sandra Peitz gaben mit ihren Blockflöten unter anderem das Lied „Recorder Rock“ von Ivo Kouwenhoven zum Besten.

„Und nun viel Spaß in ‚Leningrad‘“, wünschte Moerchel, bevor die Blaskapelle unter dem Dirigat von Ute Großekathöfer den gleichnamigen Klassiker des US-Amerikaners Billy Joel anstimmte. Die dabei eingesetzte Trommel dominierte zwar nicht akustisch die Darbietung, wohl aber optisch. Schließlich ragte sie hinter den Köpfen des sitzenden Orchesters groß wie ein Traktorreifen über ihnen auf.

Neun Monate der Vorbereitung

Damit das Jahreskonzert der Langenberger auch visuell zu einem sprichwörtlichen Leckerbissen geriet, wurde passend zum jeweiligen Stück ein eindrucksvolles Hintergrundbild auf eine Leinwand projiziert. So konnten die Zuschauer bei „Let It Go“ etwa einen vereisten Wald bestaunen.

Neun Monate lang hatten sich die drei Orchester auf das Konzert vorbereitet und die Stücke einstudiert, berichtete Jörn Hiddessen, Mitglied der Blaskapelle. Außer den wöchentlichen Proben hätten noch mehrere Wochenenden zur Vorbereitung dazugehört, jeweils begleitet von einem kleinen Rahmenprogramm. „Hin und wieder stehen aber auch Konzertreisen auf dem Programm“, warb der Musiker, „beispielsweise nach Brüssel im vergangenen Jahr.“ Der Aufwand hat sich gelohnt: Konzentriert lauschte das aus Jung und Alt bestehende Publikum den Liedern, nur um zwischen den einzelnen Stücken in umso lauteren Applaus zu verfallen.

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