Schlot gilt noch immer als Wahrzeichen
Bild: Inderlied
Im Zuge von Revisionsarbeiten hat der Schlot der Firma SWL in Langenberg ein neues Gesicht bekommen. Das Bild zeigt den Schornstein mit der Arbeitsplattform in luftiger Höhe.  
Bild: Inderlied

In den vergangenen Wochen musste sich der steinerne Riese turnusgemäß Revisionsarbeiten unterziehen lassen. Manch aufmerksamem Bürger ist aufgefallen, dass sich das Erscheinungsbild des Turms seither leicht verändert hat. 79 Meter ist der Schlot einst hoch gewesen, nachdem er in den 1950er-Jahren von einem Dutzend Kaminmaurern „auf Länge gebracht“ worden war. Dass dabei viel Schweiß floss, versteht sich von selbst. Hochleistungskräne und moderne Hubtechnik gehörten seinerzeit noch nicht zur Grundausstattung der Bautrupps.

Später stutzte man den Schornstein jedoch um 16 Meter – was jedoch noch immer ausreichte, um weiterhin als von Weitem sichtbares Wahrzeichen für die kleine Gemeinde im Süden des Kreises Gütersloh zu gelten. Mit der aktuellen Höhe von rund 63 Metern ist der Rauchabzug weiterhin das höchste Bauwerk Langenbergs. Mit weitem Abstand folgt der Glockenturm der Pfarrkirche St. Lambertus. Der Industrieschlot überragt diesen um stattliche 25 Meter. Das Abtragen einiger Ziegel, eine neue Verrohrung, Arbeiten am Stahlkranz auf der Krone des Schlots: Die Maßnahme, die bereits Mitte August abgeschlossen worden war, verlief voll nach Plan, wie es aus dem betreibenden Unternehmen SWL heißt.

Die Revision sei nicht zu vergleichen mit früheren Baumaßnahmen am Schlot, die einigen Langenbergern noch gut in Erinnerung sein dürften wie der Einbau des Heizkraftwerks oder der Austausch des Kessels 2012. Seinerzeit war ein riesiger Hydraulikkran zum Einsatz gekommen, der Arbeiten in bis zu 180 Metern Höhe ermöglicht. Diesmal verliefen die Arbeiten am 63-Meter-Koloss weitgehend im Hintergrund. Lediglich eine an der Turmspitze angebrachte Arbeitsplattform verwies auf die laufenden Wartungs- und Erneuerungsarbeiten.

Ursprünglich befanden sich auf dem Unternehmensgelände der Firma Bartels sogar drei Schornsteine unterschiedlicher Höhe, wie sich Günther van den Bongard vom Heimatverein Langenberg erinnert. Die zwei weiteren, kleineren Exemplare, die weiter nördlich in den Himmel ragten, seien allerdings bereits früh aufgegeben und letztlich zurückgebaut und überplant worden.

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