Wehr probt bei Lüning den Ernstfall
Bild: Eickhoff
Unter Atemschutz suchten Rettungskräfte während der Feuerwehrübung auf dem Gelände der Firma Lüning an der Dieselstraße nach Verletzten. Mehr als 60 Feuerwehrleute waren auf dem 20.000 Quadratmeter großen Gelände im Einsatz.
Bild: Eickhoff

Löschzugführer Björn Berkenhaus und Hendrik Sudkemper hatten als Organisatoren den fiktiven Einsatz konstruiert. Während des Aufladevorgangs, so das Szenario, war es zu einer Explosion gekommen. Dabei entzündete sich auch die in dem Bereich der Gabelstaplerstation gelagerte Ware. Schnell breiteten sich die Flammen auf die angrenzenden Entsorgungs- und Leergutabteilung aus. Durch die starke Rauchentwicklung wurde die Brandmeldeanlage ausgelöst.

Als die ersten Rettungskräfte am Übungsort eintrafen, wurden zwei Personen vermisst. Die Feuerwehrleute rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus und begaben sich auf die Suche. Die vermeintlichen Verletzten wurden bald gefunden. Beide hatten durch das Ereignis einen schweren Schock erlitten. Einer von ihnen blieb äußerlich unverletzt, war aber bewusstlos. Der andere dagegen hat sich eine schmerzende Unterarmverletzung sowie eine Rauchvergiftung zugezogen.

Die Brandopfer, dargestellt von aktiven Rettern, brachten die Feuerwehrleute in Windeseile aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit. Es folgte ihre medizinische Erstversorgung durch Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes.

Während der Aufräum- und Nachlöscharbeiten meldeten Autofahrer von der unmittelbar angrenzenden Bundesstraße eine starke Rauchentwicklung auf dem Dach des Lüning-Gebäudes. Der als Einsatzleiter fungierende Brandinspektor Oliver Entrup verlagerte daraufhin einige Rettungskräfte an die südliche Gebäudespitze. Aufgrund von Arbeiten am Dach war es dort, so die Annahme, zu einem Schwelbrand gekommen. Die Feuerwehrleute nutzten abgesehen von der Drehleiter auch die fest installierte Steigleitung, um genügend Löschwasser auf das Dach zu transportieren.

Auch dieser Übungsteil konnte unter Aufsicht des allgemeinen Vertreters der Bürgermeisterin, Dirk Vogt, Ordnungsamtsleiter Peter Schaumburg, Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper und Langenbergs Feuerwehrchef Reinhold Meerbecker schnell und erfolgreich abgeschlossen werden. Zur Manöverkritik trafen sich die Feuerwehrleute anschließend im Feuerwehrhaus an der Bentelerstraße, wo Leckeres vom Grill auf sie wartete.

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