Wisecräcker rocken den Güterbahnhof
Bild: Inderlied
Ein Härtetest für den Kulturgüterbahnhof: Am Montagabend stand die Ska-Punk-Band Wisecräcker um Sänger Alex Mende in Langenberg auf der Bühne und überzeugte mit dicken Gitarrenriffs und ausgelassenem Bläsersound.
Bild: Inderlied

Ein wenig mulmig war den Veranstaltern wenige Minuten vor Konzertbeginn dann doch. „Es macht keinen Unterschied, ob die Jungs den Verstärker anhaben oder nicht“, sagte Anja Vielstedde vom Vorstand. „Die geben einfach immer volles Brett.“ Bei den Proben hätten sogar die Fensterscheiben in ihrer Fassung geklirrt. Doch zum Glück konnte der Verein mit 135 Gästen so viele Menschen wie noch nie im Kulturgüterbahnhof begrüßen. „Hoffentlich fangen die Leute die Druckwellen auf, die Hütte wird nur in Gedanken abgerissen und die Fenster können das ab“, sagte Anja Vielstedde mit einem Augenzwinkern.

Laut, schnell und ordentlich Party

Die Fenster blieben ganz, auch wenn die fünfköpfige Ska-Punk-Band aus Hannover ihnen so einiges abverlangte. Denn deren Rezept, mit der die Formation seit mehr als 20 Jahren jeden Club aufmischt, hat sich nicht verändert: Hauptsache laut, schnell und ordentlich Party vor und auf der Bühne. Und auch in Langenberg, wo die Wisecräcker nach einem Konzert beim Mastholter „Getoese in Moese“ viele Anhänger gefunden haben, lassen sich die Jungs nicht lumpen.

Tanzen ist Pflicht

Die Musiker nennen ihre ungewöhnliche Mischung aus dicken Gitarrenriffs und ausgelassenem Bläsersound stilvoll „Brett und Bläser“. Abtanzen ist dabei nicht nur ausdrücklich erlaubt, sondern verpflichtend. „Ernsthaft, wir fangen erst an, wenn hier vorne ein bisschen weniger Platz vor der Bühne ist“, fordern die Wisecräcker vor dem ersten Ton an. So wird dann der Bereich, wo sonst Stühle zum Sitzen einladen, zur Tanzfläche umgewandelt.

Kaum Zeit zum Verschnaufen

Die Musik mit Trompete, Posaune und Saxophon geht vom ersten Ton an steil und zieht in den Bann. Die erste Verschnaufpause nach den ersten drei, vier rasanten Auftaktliedern haben sich die Ska-Punker redlich verdient. Kurz durchatmend, kündigt Sänger Alex Mende sein Lieblingslied an. Bei „3, 4, 5, 6 Bierchen“ ist dann das letzte Eis aufgetaut. Fehlen darf auch der Klassiker „Final Countdown“ nicht. „Ein absolut genialer Abend, der wiederholt werden muss“, betonte Anja Vielstedde.

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