Adenauer-Platz: Schön und teuer zugleich
Bild: Sudbrock
Aufgeräumt und zeitgemäß präsentiert sich seit wenigen Tagen der Konrad-Adenauer-Platz in Wiedenbrück. Die 300.000 Euro teure Umgestaltungsmaßnahme ist so gut wie abgeschlossen. Einige Restarbeiten fehlen allerdings noch.
Bild: Sudbrock

Die mehrmonatigen Arbeiten auf einem der stark frequentiertesten Plätze in der Wiedenbrücker Innenstadt sind nahezu abgeschlossen. Die Gitterzäune, die die Bewegungsfreiheit von Fußgängern und Fahrradfahrern noch vor einigen Tagen einschränkten, sind verschwunden.

Beete dienen als Sitzgelegenheiten

Aufgeräumt und zeitgemäß präsentiert sich der Platz, der nach dem ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland benannt worden ist, einheimischen und auswärtigen Innenstadtbummlern. Wo früher Bäume und zugewucherte Hochbeete die Sicht auf die Wiedenbrücker Fachwerkhäuser beziehungsweise den Flora-Westfalica-Park versperrten, bestimmen seit Kurzen in ihrer Gestaltung zurückgenommene und dadurch zeitlose Fahrradständer, Laternen und Abfalleimer das Bild. Als Hingucker fungieren drei wesentlich niedrigere, von massiven Betonplatten eingefriedete Beete, in denen jedoch noch die Bepflanzung fehlt. Die Umrandungen der Beete sollen nicht nur zum Schutz der Blumen dienen, sondern vor allem an schönen Tagen Passanten zum Verweilen einladen: Die teils mit edlen Holzplanken versehenen Betonelemente geben bequeme Sitzgelegenheiten ab.

Wasserband noch nicht in Betrieb

Noch nicht in Betrieb ist das Wasserband, das von der Langen Straße in Höhe des früheren Eiscafés Toldo diagonal über den Platz in Richtung Mühlenwall verläuft. Bislang sammelt sich in dem abgesenkten Bereich lediglich das Regenwasser. Die Rückkehr der Musikantenskulptur, die einst den „alten“ Adenauer-Platz zierte, steht noch aus.

Bau der Treppenanlage steht aus

Im direkten Umfeld gibt es ebenfalls noch einiges zu tun: Mit der Realisierung der Sitzstufenanlage am Emsufer ist noch nicht einmal begonnen worden. Der Bauausschuss hatte für die 177.000 Euro teure Maßnahme allerdings auch erst Ende September grünes Licht gegeben. Rathausintern hat man als Fertigstellungstermin für die Emstreppe den 1. Mai kommenden Jahres ins Auge gefasst. Bis dahin soll im besten Fall auch die Neupflasterung des Mühlenwalls, der zwischen dem Konrad-Adenauer-Platz und der Uferböschung verläuft, abgeschlossen sein.

Schön teuer – das ist der Adenauer-Platz übrigens auch geworden. Der Kostenrahmen von 240.000 Euro wurde um 60.000 Euro übertroffen.

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