Aurea: Mitspracherecht für Räte gefordert
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Der Internet-Versender Amazon baut im Gewerbegebiet Aurea ein Logistikzentrum.
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Einen entsprechenden Antrag haben die Liberalen nach Auskunft ihres Vorsitzenden Patrick Büker an den Stadtrat gestellt. Gelten soll die Regelung demnach bei allen künftigen Grundstücksgeschäften über acht Hektar.

„Wir sind nicht gegen Amazon. Das Unternehmen stellt für Rheda-Wiedenbrück und die Region eine Chance dar. Auch das bisherige Verfahren ist rechtlich nicht zu beanstanden“, sagt Büker. Die Ansiedlung habe jedoch Schwachstellen im Gesellschaftsvertrag der Aurea-GmbH offenbart. „Der Aufsichtsrat kann Entscheidungen treffen, deren politische Konsequenzen die Stadträte zu tragen haben. Es ist an uns als Kommunalpolitiker, für genug Wohnraum, Kita-Plätze und die Infrastruktur für bis zu 2000 Beschäftigte und ihre Familien zu sorgen. Bei Unternehmen dieser Größenordnung müssen wir zwingend im Vorfeld informiert werden, um handlungsfähig zu bleiben“, betont der Freidemokrat.

Es könne nicht sein, so Büker, dass ein Großteil der Ratsmitglieder erst aus der „Glocke“ über 2000 neue Arbeitsplätze vor den Toren der Stadt erfahren habe. Künftig solle der Aurea-Geschäftsführer angewiesen werden, bei Grundstücksgeschäften von mehr als acht Hektar den drei Stadträten die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Erst dann dürfe der Aurea-Aufsichtsrat über den Kaufvertrag befinden.

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