Mehr als 100 Brandschützer im Einsatz
Bild: Eickhoff
Ein Raub der Flammen wurde am Dienstagmorgen eine umfunktionierte Scheune an der Röckinghausener Straße bei Batenhorst.
Bild: Eickhoff

Trotz eisiger Frühtemperaturen kamen am Morgen mehr als 100 Feuerwehrleute am Einsatzort ganz schön ins Schwitzen. In einer alten Scheune, zwischenzeitlich als Lager und Büro umgebaut, war aus bislang ungeklärter Ursache Feuer ausgebrochen. Nachbarn hatten die Betroffenen angesprochen, als sie dichten Rauch aus dem Dachstuhl aufsteigen sahen. Die Fläche wurde unter anderem als Abstellfläche für einen mehr als 80 Jahre alten, historischen Dreschkasten genutzt. Ferner wurden dort Düngemittel gelagert. Verpuffungen durch den Treibstoff seien weit sichtbar gewesen, berichtete Polizeipressesprecherin Corinna Koptik.

Die Mitarbeiter eines landwirtschaftlichen Lohnunternehmens konnten zunächst noch die wichtigsten Aktenordner aus dem Büro retten und in einen Transporter legen. Anschließend brachten sie sich selbst in Sicherheit. Die alarmierten Feuerwehrleute konnten auf Sicht anfahren: Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen und wies den Einsatzkräften den Weg. Zunächst mussten diese eine leistungsfähige Wasserversorgung aufbauen. Dazu wurde Wasser aus dem Eusternbach gepumpt, und zudem im Bereich der ehemaligen Bonifatiusschule ein Hydrant angezapft. Allein für die Transportleitung war in dem ländlichen Gebiet eine rund 600 Meter lange Schlauchleitung erforderlich. Auf diese Weise gelang es den Feuerwehrleuten der Löschzüge Batenhorst, Wiedenbrück, Rheda und Lintel, die Nachbargebäude zu schützen und das Feuer zu löschen.

Durch die starke Hitzeentwicklung war in dem Bereich des Lagers der Putz von den Wänden gefallen. Ferner waren die Holzlatten der Dachkonstruktion teilweise durchgebrannt. Nachdem gegen 9 Uhr die Löschmaßnahmen Wirkung gezeigt hatten, wurde der betroffene Bereich mit Hilfe eines Radladers vom Schutt befreit und letzte Glutnester wurden abgelöscht. Nach rund sechseinhalb Stunden konnten die letzten Kräfte abrücken. An der Scheune entstand nach Angaben der Polizei ein Schaden in Höhe von etwa 300 000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

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