Rund ums Küsterhaus soll Dorfmittelpunkt entstehen
Bild: Werneke
Mit einem bunten Strauß an Aktivitäten und Ideen rund um ihr Dorf warteten die St. Viter auf. Die Bewertungskommission begrüßten sie am alten Küsterhaus, wo ein gemeinsamer Rundgang startete.
Bild: Werneke

Die St. Viter nahmen ihre Gäste an dem Ort in Empfang, der für sie ein Herzstück ihrer Dorfentwicklung bedeutet: am Küsterhaus. Wie Vollenkemper im Rahmen des 90-minütigen Besuchs ausführte, soll mit der Restaurierung des Fachwerkbaus ein Begegnungs- und Identifikationsort für alle St. Viter geschaffen werden. Das Ziel: Das künftige Gemeinschaftshaus soll im Zusammenspiel mit Barockkirche und umliegendem Gelände zu einem Ortsmittelpunkt entwickelt werden. Von hier ausgehend legten die St. Viter den Gästen zahlreiche weitere Aspekte ihres regen Dorflebens dar. Dazu gehört es etwa, Flüchtlinge zu integrieren und Neubürgern getreu dem Motto „Zuzug willkommen“ den Weg zu bereiten. Vom Küsterhaus, in dem eine afghanische Familie lebt, führte der Weg über die Straße „Am Lattenbusch“ an der Flüchtlingsunterkunft vorbei bis zur Stromberger Straße. An ihr liegt die ehemalige Gaststätte Michels. Vollenkemper erläuterte, wie die Dorfkneipe durch ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlingskinder darin vorübergehend zur Dorfschule geworden ist.

Wohngebiet auf Gewerbebrache

Wie sehr St. Vit sein Gesicht durch zukunftsgerichtete Nachnutzung verändert hat, erlebten die Kommissionsmitglieder im Neubaugebiet Michels Kamp, das auf einer früheren Gewerbebrache entstanden ist. Mitten auf einem gepflasterten Platz, der sich als Treffpunkt anbietet, ragte der Holzofen „Rauchender Roland“ in die Höhe, den Nachbarn aus dem Baugebiet für begrenzte Zeit auf dem Dreikönigsmarkt ersteigert haben. Junge Familien hatten sich dort versammelt. Mittendrin zu sein, sei „richtig toll“, schwärmte Anwohner Nikolas Geurten. An Ein- sowie Mehrfamilienhäusern und Altenpflegeeinrichtung vorbei gelangte die Gruppe zum Vitushaus. Mitfahrbank, Modellprojekt E-Mobilität, Gebäudenachnutzung durch Neugründungen junger Unternehmer, kulturelle Veranstaltungen sowie „Laufen und Gutes tun“ – einiges gab es während der dortigen Präsentation zu erwähnen. Auch Zielsetzungen wie verkehrsberuhigende Maßnahmen an der Stromberger und Kleestraße sowie das Vorhaben am Wieksweg eine Radwegelücke zu schließen, ließ Vollenkemper nicht aus, so dass Kommissionsmitglied Günter Heidemann über St. Vit feststellte: „Sie sprühen von Ideen“.

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