Der Bürgermeister muss wieder ran
Archivbild: von Stockum
Wenn die Grafschaftler am Samstag anrücken, um den Stein der Weisen zu putzen, dann wird auch Bürgermeister Andreas Sunder an die Arbeit herangezogen.
Archivbild: von Stockum

Und das liegt nicht allein an dem Staub, der bei der vor einigen Monaten abgeschlossenen Sanierung des historischen Rathauses aufgewirbelt wurde.

Wenn GKGR-Präsident Robert Junkerkalefeld und die Aktiven der Gesellschaft am kommenden Samstag an der Rügenstraße aufschlagen, dann fällt der Startschuss zu einer Session, die ungewöhnlich kurz ist. Bereits am 8. Februar, übernehmen die Altweiber das Ruder, ehe am Rosenmontag, 12. Februar, die amtierende Tollität ihre Machtübernahme mit einem prächtigen Zug durch die Stadt zu feiern gedenkt. Z

unächst einmal geht es aber darum, einen krachenden Start hinzulegen: Um Punkt 11.11 Uhr wird Junkerkalefeld in Begleitung des Prinzenpaars Bettina und Bernd Hüllmann, des Kinderprinzenpaars Mara Brockschnieder und Anton Rodehutskors sowie von den vielen Grafschaftler-Aktiven die närrische Zeit, die am Tag vor Aschermittwoch endet, einläuten. Außerdem werden Bürgermeister Andreas Sunder, weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Gäste von Nachbarvereinen erwartet. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Fanfarenzug der GKGR sowie den Rietberger Jägern.

Nach dem traditionellen Putzen des „Steins der Weisen“, einigen weiteren Beiträgen sowie einer angekündigten „Überraschung“ besteht die Gelegenheit, über das Ende des offiziellen Programms hinaus am Rathaus zu verweilen. Angesichts der Tatsache, dass der Sessionsauftakt auf ein Wochenende fällt, haben die Grafschaftler einen Getränkestand organisiert. Dort wird bis etwa 14 Uhr Gelegenheit bestehen, auf die nächsten Wochen und Monate anzustoßen, ehe in Gaststätten und Kneipen weitergefeiert wird. „Alle Bürger der Stadt sind herzlich dazu eingeladen“, teilt Robert Junkerkalefeld mit.

Gleichzeitig feiert der Verein ein närrisches Jubiläum: Seit elf Jahren gibt es die Sessionssticker der Grafschaftler. Was mit der Wappensau als Motiv begann, habe sich im Lauf der Zeit zu einem Sammelartikel gemausert, hat der Vorstand festgestellt. Seither wartet die GKGR zu jeder närrischen Phase mit einem neuen Motiv auf. Der Erlös aus dem Verkauf dient der Finanzierung des Karnevals. Aktuell zeigt der Sticker einen der Prinzessinnenwagen der Grafschaftler, nämlich den Schwan. Wer genau hinsieht, der erkennt darauf Bettina I. Hüllmann.

„Dass der Herstellerfirma es gelingt, selbst dieses Detail so exakt wiederzugeben, ist schon erstaunlich und zeugt von einer guten Arbeit“, sagt der für die Sticker zuständige Schatzmeister der Grafschaftler, Helmut Stockmeier. Schade nur, dass 2018 nicht mehr die abgebildete Bettina I. auf dem Wagen steht. „Bei der Neugierde unserer Elferräte wollten wir nicht soweit gehen und schon mal im Vorhinein ein Foto mit der Nachfolgerin auf dem Schwan für die Produktion des Stickers erstellen lassen“, so Stockmeier weiter. „Dann wäre es mit der Geheimhaltung vorbei gewesen.“ Die Rietberger Altweiber weisen darauf hin, dass vom 11. November an bis zum 25. Januar die Anmeldungen für ihren Umzug entgegengenommen werden. Möglich ist das übers Internet: www.karneval-rietberg.de.

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