FWG weist Vorwurf deutlich zurück
Nordtor, City-Outlet

Den Anwesenden ging es vor allem um Fragen und Aussagen rund um die geplante Bebauung eines Grünflächenstücks an der Dr.-Bigalke-Straße. Das Areal soll bekanntlich als Ausgleich für eine ähnlich große Fläche dienen, die mit einem Einfamilienhaus bebaut ist. Diese wird zur Entwicklung des Outlets benötigt und befindet sich am Fuß-Radweg gegenüber des Lind-Hotels.

Genauer Standort scheint unbekannt zu sein

Vertreter einer Initiative, die bereits seit einigen Wochen Unterschriften gegen die mögliche Ausweisung dieses Grundstücks sammeln („Die Glocke“ berichtete), formulierten im Rahmen der Veranstaltung ihre Einwände. Dabei habe sich gezeigt, dass vielen Bürgern offenbar gar nicht klar ist, wo sich das Teilstück auf der Grünfläche genau befindet, teilt die FWG in einem Schreiben mit. Das 1200 Quadratmeter große Areal liegt im hinteren Bereich eines rund 9400 Quadratmeter großen Naturraums am Ende der Dr.-Bigalke-Straße zwischen DRK-Gebäudekomplex und der Ems sowie angrenzend an die Schrebergärten am Westwall.

Das Grundstück sieht laut FWG zwei Baufenster vor – ebenso wie dies auf der aufzugebenden Grundstücksfläche am Lind-Hotel der Fall sei. Der Abstand der Fläche an der Dr.-Bigalke-Straße betrage durchgehend mindestens zehn Meter zur Ems. Der Fuß-Radweg am Fluss bleibe daher in seinem Verlauf komplett erhalten. Das Gleiche gelte für die Angelstelle. Der Spielplatz und die Bäume im vorderen und mittleren Grünbereich blieben ebenso unangetastet. Um einige Meter vorverlegt werden müsse lediglich der Querweg zwischen DRK-Gebäudevorplatz und Emsweg, heißt es.

Keine Sonderbehandlung für den Bürgermeister

Das DRK als direkt angrenzender Nachbar habe bereits vor den ersten Planungen deutlich signalisiert, dass kein Erweiterungsbedarf für Kita oder Altentagesstätte bestehe und keinerlei Bedenken für eine mögliche Bebauung geäußert, sagt FWG-Ratsfrau Judith Wulf. Sie und ihre Mitstreiter wurden während des Dialogs vor allem gefragt, warum es ausgerechnet dieses Grundstück sein müsse. Auch die Tatsache, dass es sich bei der betroffenen Partei um die Schwester des Bürgermeisters und ihre Familie handelt, war Thema. Eine mögliche Sonderbehandlung, wie sie in einigen Anmerkungen anklang, wies die FWG deutlich zurück. Es seien die Ratsvertreter und nicht etwa Bürgermeister oder Verwaltung, die über Grundstücksangelegenheiten und Bebauungsplanänderungen entscheiden. In diesem Fall habe das Kommunalparlament einstimmig dem Verkauf der Fläche zugestimmt, betonte Wulf.

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