Mann stirbt bei Hausbrand in Westerwiehe
Bild: Eickhoff
Großeinsatz der Feuerwehr: Bei einem Brand in Westerwiehe ist am Donnerstagabend ein Mann getötet worden.
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Die Frau rief die Feuerwehr per Notruf und erwähnte, dass sich ihr Vater ohne fremde Hilfe kaum noch fortbewegen könne. Die Löschzüge Neuenkirchen und Rietberg wurden alarmiert, ferner der Rettungswagen aus Rietberg und das Notarzteinsatzfahrzeug aus Rheda-Wiedenbrück.

Stadtbrandinspektor Matthias Setter hatte innerhalb kürzester Zeit rund 50 Einsatzkräfte zur Verfügung. Vom ersten Fahrzeug hatten sich vier Feuerwehrleute bereits mit Atemluftgeräten ausgestattet.

Rettungsversuche sind vergebens

Ein Trupp suchte den Mann, der relativ schnell vor dem eigentlich brennenden Raum gefunden werden konnte. Der leblose Körper des Mannes wurde ins Freie getragen, die Notärztin sowie die Besatzung des Rettungswagens versuchten den Mann noch zu reanimieren. Die Bemühungen waren letztlich vergebens, die Ärztin konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Brandursache bisher ungeklärt

Zeitgleich mit dem Rettungsversuch wurden nach Angaben Setters durch einen zweiten Trupp Löschmaßnahmen in einem Anbau des zweigeschossigen Hauses eingeleitet. Der Brand hatte sich allerdings schon so weit ausgebreitet, dass später noch das Dach des Anbaus mit einer Säge geöffnet werden musste, um letzte Glutnester zu entfernen.

Für die geschockte Tochter wurde ein weiterer Rettungswagen aus Verl nach Westerwiehe gerufen. Die Frau konnte aber nach der notärztlichen Behandlung wieder entlassen werden.

Kriminalbeamte suchen am Freitag nach Ursache 

Offenbar war es in einem kleinen Raum, ähnlich einer Abstellkammer, in unmittelbarer Nähe zur Küche aus bislang ungeklärter Ursache zu dem Brand gekommen. Nach gut zwei Stunden konnten die Feuerwehrleute wieder abrücken.

Im Laufe des Freitags suchten Brandspezialisten der Kreispolizeibehörde Gütersloh den Brandort in der Straße „Im Rössel“ auf, um Hinweise auf die Ursache zu erhalten. Nach derzeitigem Erkenntnisstand brach das Feuer in einem Kühlschrank aus, der sich in einem Abstellraum neben der Küche befand. Vieles deutet laut Polizei auf einen technischen Defekt als Brandursache hin. Ein Fremdverschulden sei definitiv auszuschließen.

Schaden auf 80.000 Euro geschätzt

Angaben der Ermittler ist ein Sachschaden in Höhe von etwa 80.000 Euro entstanden, vornehmlich durch Rauch-, Wasser- und Rußschäden. Beide Wohnungen seien nicht mehr bewohnbar.

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