Messe der beruflichen Möglichkeiten
Bild: Vredenburg
Die Rietberger Besuchermesse mit mehr als 100 Ausstellern lockt Jahr für Jahr mehr Interessenten ins Rietberger Schulzentrum
Bild: Vredenburg

„Die Zahl der Aussteller war diesmal so hoch wie nie zuvor“, freute sich Organisator Thomas Hönemann. Mittlerweile stoße die Veranstaltung im Kern des Schulzentrums an räumliche Grenzen, so dass man neue Kooperationen auslotet. „Gespräche über eine Zusammenarbeit mit der Gesamtschule laufen bereits“, sagt Hönemann.

Dass in der gut gemischten Ausstellerliste erstmals auch die Londoner Dockland-Academy vertreten war, erfüllt den stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums Nepomucenum mit Stolz, denn „die Uni ist mit dem Wunsch, sich in Rietberg zu präsentieren, auf uns zugekommen“. Dieser Fall sei beispielhaft für eine neue Entwicklung. „In den ersten Jahren habe ich viele Klinken geputzt und Überzeugungsarbeit leisten müssen bei Unternehmen und Hochschulen – jetzt ist das gar nicht mehr nötig. Inzwischen ist die Rietberger Berufemesse ein Selbstläufer“, zieht Hönemann positive Bilanz.

„Ein großer Vorteil ist, dass mehr als 50 Prozent der Jugendlichen ihre Eltern mitbringen“, weiß Hönemann. Zum Erfolg „in der ostwestfälischen Provinz“ habe beigetragen, dass von Anfang an Global Player wie Miele oder Bertelsmann und die drei Hochschulen Münster, Bielefeld und Paderborn mit im Boot gewesen seien. Mit der Referentin und Schulsozialarbeiterin Melody Hoppe sowie den Gesundheitsschulen im Evangelischen Krankenhaus Bielefeld waren diesmal in dem bislang eher technik- und wirtschaftslastigen Angebot auch die Berufsbereiche Soziale Arbeit, Gesundheits- und Krankenpflege, Diätassistenz und Ergotherapie gut vertreten.

„In Kooperation mit der Fachhochschule der Diakonie in Bethel bieten wir in allen Bereichen die Möglichkeit, Ausbildungen und Hochschul-Laufbahnen miteinander zu verbinden, um akademische Abschlüsse zu erlangen“, sagte Rainer Külker von der Schulleitung. Wenngleich der Bedarf in den Therapie- und Pflegeberufen aufgrund des demografischen Wandels groß sei, sei es nicht einfach, den Nachwuchs für den Gesundheitsbereich zu begeistern.

SOCIAL BOOKMARKS