Verstärkt in Dialog mit Bürgern treten
Bild: von Stockum
Der Vorstand der FWG in Rietberg: (v. l.) Judith Wulf, Thomas Kofort, Maximilian Kietz, Hans-Josef Ahrens, Dr. Ute Buchheim, Manfred Habig, Doris Eisermann, Michael Martens und Michael Knies in der Gaststätte „Zum Doppe“ in Bokel.
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Wie man sich diese neue Form der Kommunikation im kommunalpolitischen Bereich zunutze machen kann, darüber machen sich auch Rietbergs Freie Wähler (FWG) Gedanken. Dass es auch noch auf die unmittelbare Art geht, sprich im direkten Gespräch, dass haben Freie Wähler und zahlreiche interessierte Rietberger beim jüngsten Bürgerdialog unter Beweis gestellt.

Und so gab FWG-Vorsitzende Dr. Ute Buchheim während der Jahreshauptversammlung des Vereins beim „Doppe“ in Bokel bekannt, dass derartige Veranstaltungen nun einmal monatlich – jeweils am späten Freitagnachmittag –in einer Rietberger Gaststätte stattfinden sollen. Dabei möchten die Freien Wähler Themenschwerpunkte setzen und über diese mit den außerparlamentarischen Interessenten diskutieren. Bei entsprechender Resonanz sei zu überlegen, ob man das Format später nicht auch in die Ortsteile tragen wolle, so Buchheim weiter.

An Themen wird es der FWG nicht mangeln. „Wir haben genügend Arbeit vor der Brust“, rief der Fraktionsvorsitzende Jürgen Don seinen Mitstreitern in Erinnerung, dass das auch schon mal anders gewesen ist: Zu Zeiten des drohenden Haushaltssicherungskonzepts sei der Gestaltungsspielraum eng und die Ratsarbeit mitunter blockiert gewesen. Nun aber gehe es mit der Kommune finanziell aufwärts, „und daran tragen wir einen nicht unerheblichen Anteil“.

Viel Raum in der politischen Arbeit nehmen derzeit Entscheidungen und Beratungen ein, die entweder mit dem Umbau des Schulzentrums oder aber dem Outlet-Vorhaben in Verbindung stehen. Mit Blick auf das zweitgenannte Projekt sei vielleicht derjenige etwas blauäugig gewesen, welcher geglaubt hatte, dass alles reibungslos über die Bühne geht. Umso wichtiger sei es, mit Bürgern und Bedenkenträgern in den Dialog zu treten. „Wir wollen die Rietberger mitnehmen bei dem Bemühen, die Innenstadt als solche wieder erlebbar zu machen“, so Jürgen Don weiter.

Nicht unkommentiert lassen wollte Bürgermeister Andreas Sunder die Kritik Jürgen Dons an der Jugendarbeit im Stadtgebiet. „Da hat offenbar jeder einen anderen Blickwinkel“, betonte der Verwaltungschef. Im Gegensatz zu einigen FWG-Mitstreitern sei er durchaus der Meinung, dass die Verantwortlichen eine gute Jugendarbeit leisteten.

Einige Veränderungen haben sich bei den Vorstandswahlen ergeben. Dr. Ute Buchheim bleibt Vorsitzende, ihr Stellvertreter Manfred Habig aber schied auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus. Nachfolgerin ist Doris Eisermann. Auch Schriftführer Frank Henrichfreise stellte sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Das Amt bekleidet künftig Judith Wulf. Kassenwart Michael Knies wurde in seiner Position bestätigt. Als Besitzer fungieren Maximilian Kietz (Jugend), Hans-Josef Ahrens, Thomas Kofort, Manfred Habig und Michael Martens. Alle Wahlen verliefen einstimmig.

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