Ab Januar gibt`s neue gelbe Säcke
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Die Stadt testet bei den Gelben Säcken eine andere Variante. Das Material ist etwas dicker. Allerdings nicht reißfester.
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 „Sie machen haptisch einen besseren Eindruck“, erklärte Dr. Kurt Peitzmeier von der Bauverwaltung. Laut Thorsten Herbst, Beigeordneter im Rathaus, würden von dem Entsorgungsunternehmen Tönsmeier, das bis 2020 für die Abfuhr zuständig ist, Säcke in zwei Ausführungen angeboten. Eine andere Wahl habe die Kommune nicht. Herbst: „Der Einfluss der Stadt ist gering. Ab Januar wird jetzt die andere Variante getestet. Vielleicht klappt das dann ja etwas besser.“

Die neuen Säcke sind etwas dicker, aber aus einem anderen Material hergestellt. Laut Norm soll die Reißfestigkeit bei beiden Ausführungen gleich hoch sein. Immer wieder hatten Bürger sich beschwert, dass die Säcke zu schnell reißen. Laut Verwaltung wolle das Entsorgungsunternehmen so verhindern, dass die Säcke zweckentfremdet würden und der Verbrauch in Höhe steige.

Die Ausschussmitglieder vermuteten, dass es aber auch wohl eine Kostenfrage sei. Zu dem Verbrauch sagte CDU-Vorsitzende Matthias Humpert: „Viele benutzen zwei oder drei Säcke auf einmal, damit sie nicht reißen und der ganze Müller über die Straße fliegt.“

Simon Lütkebohle von der Fraktion der Grünen fragte: „Warum wird nicht eine Gelbe Tonne eingesetzt?“ Für die meisten Ausschussmitglieder ist das wohl keine Option. „Dann hat man noch eine Tonne mehr. Oftmals ist das ein Platzproblem, besonders bei Mehrfamilienhäusern“, sagte der Ausschussvorsitzende Hans-Peter Jakobfeuerborn.

Und Kurt Peitzmeier ergänzte: „Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Die Gelbe Tonne wird nur alle vier Wochen abgefahren. Außerdem sammelt man damit auch viel anderen Müll ein.“ Heißt: Fehlwürfe in Tonnen sind häufiger als in den Säcken. Bei einer vierwöchigen Abfuhr der Gelben Tonnen entstehen den Bürgern keine zusätzlichen Kosten. Es kann aber auch ein 14-tägiger Abfuhrrhythmus gewählt werden. „Dann muss die Kommune zuzahlen“, so Thorsten Herbst. Und diese Kosten würden von der Stadt dann auf die Bürger umgelegt.

Grundsätzlich gebe es ja immer wieder Überlegungen, ob sinnvoll es sei, die Abfallentsorgung in private Hände zu übertragen oder sie als kommunale Aufgabe beizubehalten. „Wir müssen beobachten was auf Kreisebene passiert“, sagte Thorsten Herbst.

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