Beckhoff Automation auf Wachstumskurs
Wirtschaftsgespräch bei Beckhoff Automation: (v. l.) Bürgermeister Michael Esken, Gastgeber Hans Beckhoff, die Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen, Dr. Gertrud Traud, und der Vorstand der Kreissparkasse Wiedenbrück, Johannes Hüser.

Der geschäftsführende Gesellschafter von Beckhoff Automation gewährte am Mittwochabend einen Einblick hinter die Kulissen seiner Firma, die nach Nobilia die Nummer zwei in Verl ist – was Umsatz und Zahl der Mitarbeiter angeht. Hans Beckhoff führte durch die Produktion und stellte im Anschluss gut gelaunt sein Unternehmen vor.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen weiter zugelegt, wie Hans Beckhoff verriet. 679 Millionen Euro Umsatz bedeuten ein Plus von 9,5 Prozent. „Das ist für uns ein moderates Wachstum“, sagte der 62-Jährige. Im Jahr zuvor hatte Beckhoff Automation noch um 22 Prozent zugelegt.

Mit dem Wirtschaftsgespräch knüpft Bürgermeister Michael Esken an ein von Paul Hermreck geschaffenes Format an. Leichte Modifikationen hat der Bürgermeister vorgenommen. Zum Beispiel, dass Rathaus zu verlassen und stattdessen das Treffen bei Beckhoff Automation stattfinden zu lassen.

Erstmals mit dabei war die im vergangenen Jahr eingestellte Wirtschaftsförderin Sandra Claes. Was zu ihren Aufgaben gehört, umriss Bürgermeister Michael Esken. „Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten ein Netzwerk aufbauen“, sagte das Stadtoberhaupt. „Wir können nur mit Ihrer Hilfe den Standort Verl sichern und weiter ausbauen“, sagte Michael Esken in Richtung der 150 Unternehmer.

Die Nachfrage war so groß, dass die Vorträge von Hans Beckhoff sowie Chefvolkswirtin Dr. Gertrud Traud in einen Nebenraum übertragen werden mussten, weil sonst nicht alle Interessenten einen Platz gefunden hätten.

„Es läuft gut. Die Herausforderung ist, das Level zu halten“, sagte Michael Esken mit Blick auf die Verler Wirtschaft. Die Politik müsse die Rahmenbedingungen schaffen. Zum Beispiel in Sachen Fachkräfte. „Noch ist Verl nicht Weltkulturerbe“, sagte der Bürgermeister scherzhaft. Heißt: Wenn man Familien aus größeren Städten in die Ölbachstadt locken wolle, müsse man denen auch etwas bieten. Von selber kommen sie nicht.

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