Feuerwehrgerätehaus kostet 4,48 Millionen Euro
Bild: Steinecke
Wo bei Großveranstaltungen in der Ostwestfalenhalle derzeit noch geparkt werden darf, soll im nächsten Jahr das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut werden – schräg gegenüber dem alten. Der zuständige Architekt und Wettbewerbssieger Martin Wypior hat jetzt eine Kostenberechnung über 4,48 Millionen Euro vorgelegt.
Bild: Steinecke

Das geht aus den Unterlagen für die Ratssitzung am Dienstag, 7. November, hervor. Zuletzt sind architektonische Umplanungen erforderlich gewesen. Denn: Im Juni beschloss der Stadtrat, das neue Gerätehaus doch nicht am Standort des alten, sondern auf der gegenüberliegenden Seite der Paderborner Straße auf der 6500 Quadratmeter großen Wiese zu errichten. Wenn das alte Gerätehaus abgerissen ist, soll dort ein Elli-Markt entstehen.

Der ursprüngliche Plan hätte nach ersten Berechnungen des Architekten Martin Wypior (Stuttgart) 3,67 Millionen Euro gekostet. Bei der neuen Variante geht er von 4,48 Millionen Euro Gesamtbaukosten aus. Für die Ratssitzung hat er aufgelistet, was sich hinter dem Kostenzuwachs verbirgt. Und dieser liegt weniger im Standortwechsel begründet als vielmehr in Details zur erforderlichen Ausstattung, die sich in der Zwischenzeit geklärt haben.

So wurden zum Beispiel für die technische Gebäudeausrüstung ursprünglich lediglich die Mindeststandards einbezogen. Inzwischen wurden die mit der Feuerwehr abgestimmte Gebäudeausstattung und die zur Einhaltung der Energieeinsparverordnung erforderlichen Maßnahmen eingerechnet. Für 574 000 Euro (plus 264 000 Euro) muss das Areal, das bei Veranstaltungen in der Ostwestfalenhalle als Parkplatz genutzt wird, erst einmal baureif gemacht werden. Schotter- und Bauschutt-Auffüllungen müssen beseitigt und neue Tragschichten aufgebracht werden, bevor mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden kann. Außerdem müssen Überflutungsflächen und eine neue Zufahrt zum Nachbargrundstück hergestellt werden. 

Insgesamt 2,08 Millionen Euro fallen für weitere Erdarbeiten sowie die Umsetzung der Brandschutzvorgaben an. Und mit den gestiegenen Gesamtkosten erhöhen sich schließlich auch die Baunebenkosten – auf 829 000 Euro (+ 251 000 Euro). In das Kosten-Plus eingeflossen ist die allgemeine Preissteigerung. Wypior gibt zu bedenken: „Durch die Wahl des Standorts auf der anderen Straßenseite hat sich der mögliche Baubeginn um etwa ein Jahr verschoben.“ Das Statistische Bundesamt weise für die Baubranche eine Preissteigerung um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. „Dies führt zu einer Kostensteigerung in Höhe von 121 000 Euro.“ Einsparmöglichkeiten bestünden nur in kleinerem Umfang.

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