Kastanienclub: „gelungene Inklusion“
Bild: Darhoven
Spendenübergabe in der Hubertusklause: (v. l.) Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide, Karl Hartmeyer (Oldtimerfreunde Greffen), Dieter Fels (Sprecher des Kastanienclubs), Rainer Strototte (Laufgruppe Marienfeld), Gabi Strototte (Laufgruppe Marienfeld), Mechthild Tiekmann (Laufgruppe Marienfeld), Josef Linnemann (Kastanienclub), Susanne Schopf-Birwe (Laufgruppe Marienfeld), Annette Niemeyer (Greffener Ortsheimatpflegerin) und Auktionator Markus Aundrup (Kastanienclub).
Bild: Darhoven

Außer einer Vielzahl von Gratulanten – darunter Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) und Greffens Ortsheimatpflegerin Annette Niemeyer – gab es unerwartete Ständchen, eine spannende Auktion und Spendenübergaben. Die Mitglieder des Greffener Kirchenchors stimmten unter der Leitung von Winfried Klasmann gleich drei Lieder für das Geburtstagskind Kastanienclub an – lautstarker Beifall. Damit nicht genug. Gleich drei Förderer übergaben großzügige Spenden an den Sprecher der Initiative, Dieter Fels. Im Auftrag der Laufgruppe Marienfeld und der Fußballabteilung des Sportvereins Schwarz-Weiß Marienfeld überreichte der Abteilungsleiter der Laufgruppe, Rainer Strototte, insgesamt 800 Euro sowie außerdem eine Spende eines Bürgers, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, in Höhe von 320 Euro. Zudem gab es eine mit 350 Euro gefüllte Glückwunschkarte von den Oldtimerfreunden Greffen, die der Vorsitzende Karl Hartmeyer mitgebracht hatte.

Vogelhaus versteigert

Weitere 670 Euro erbrachte eine von Markus Aundrup (Kastanienclub) geleitete amerikanische Versteigerung. Dabei wurde ein von Franz Meier zu Greffen senior handgefertigtes Vogelhaus im Stil einer Bauernscheune in 21 Minuten meistbietend unter den Besuchern versteigert. Den Zuschlag erhielt Gabi Strototte. „Der Kastanienclub wurde nicht gegründet, um gemeinsam ein Hobby zu pflegen, sondern im Sinne der Gemeinnützigkeit, selbstlos anderen Menschen Freude zu bereiten“, sagte Sabine Amsbeck-Dopheide. Dank der vielen Spenden konnten die Gründungsmitglieder und ihre Nachfolger den durchschnittlich zwischen 10 und 80 Jahre alten Clubmitgliedern in den vergangenen 30 Jahren eine Vielzahl von Veranstaltungen, Reisen, Festen, Feiern und Ausflügen bescheren. „Ihnen ist es zu verdanken, dass der Freundeskreis der Behinderten in Greffen hohes Ansehen genießt“, lobte die Bürgermeisterin. „Das ist eine gelungene Inklusion.“ Der Kastanienclub mache Familien mit behinderten Kindern Mut, sich aktiv am Dorfleben zu beteiligen. Bestes Beispiel sei Kastanienclub-Mitglied Jürgen Linnemann. Der Greffener ist einer von 20 Inklusionsbotschaftern in Deutschland. Der unverkrampfte Umgang von Menschen mit und ohne Behinderung werde seit 30 Jahren durch den Kastanienclub gefördert, sagte Sabine Amsbeck-Dopheide, um nach der Ansprache gemeinsam mit dem früheren Ortsheimatpfleger Norbert Schmitfranz und allen anderen Gästen das Lied „Zum Geburtstag viel Glück“ anzustimmen. Viel Anerkennung zollte auch Ortsheimatpflegerin Annette Niemeyer dem Geburtstagskind Kastanienclub.

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