Kirchen-Nacht am Feiertag sehr gut besucht
Bild: Ibeler
An eine Holztür durften Thesen für die Kirche von heute genagelt werden: (v. l.) Tim Zahn, Milena Ernst und Lenja Brinkord.
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Das trockene Herbstwetter lud zum Verweilen auf dem Kirchhof ein. Überall brannten Kerzen und bewirkten ein gemütliches Ambiente. Wenn die Bands im Gotteshaus aufspielten, wurde es an den Ständen leer. Die Gäste genossen dann in der Kirche Songs zum Hören und Mitsingen. Es durfte auch getanzt werden. Um dafür Platz zu haben, hatten die Organisatoren die Kirchenbänke an die Seite gestellt.

Um 10 Uhr am Morgen hatte noch ein Festgottesdienst den Auftakt der „Church Night“ gemacht. Anlässlich des Reformationsjubiläums hatten sich die Verantwortlichen ein besonderes Programm einfallen lassen. Die Kirchen-Nacht mit Aktionen wird schon seit Jahren am Reformationstag in der Versöhnungskirche veranstaltet. So gut besucht wie dieses Jahr war die „Church Night“ aber noch nie.

„Der heutige Besucherandrang ist mit Sicherheit auf den einmaligen Feiertag in diesem Jahr zurückzuführen“, freute sich Gemeindepädagogin Jutta Witte-Vormittag über die große Resonanz.

An einer Holztür durften Thesen für die Kirche von heute angenagelt werden. Die Schüler Tim Zahn (12), Milena Ernst (12) und Lenja Brinkord (12) schrieben auf Zetteln unter anderem diese Vorschläge: verständnisvollere Bibeltexte, mehr Angebote für Jugendliche und verständlichere Gottesdienste. Andere kreative Angebote wie ein Luther-Quiz, Karten- und weitere Spiele wurden auch gern angenommen. Besonders gut kam die Live-Escape-Aktion an.

In einem Raum waren zahlreiche Rätsel versteckt, die von den Spielern innerhalb einer Stunde gelöst werden mussten, um Luther (als Playmobil-Figur) zu retten. Ein Spaß, der nicht nur die Jugend begeisterte.

Für das bunte Programm zeichneten Mitarbeiter aus der Kinder- und Jugendarbeit, Gruppen und Kreise der Gemeinde verantwortlich. „Ein gelungener Abend“, war von den Besuchern zu hören. Und auch die Organisatoren waren zufrieden.

Die „Church Night“ ist ein Modellprojekt der evangelischen Kirchen in ganz Deutschland. Seit 2006 beteiligen sich immer mehr Gemeinden an dem Ausbau des Veranstaltungsnetzwerks. Ziele sind: Reformen anstoßen, Identität stärken, Neugier wecken, Image verbessern – und immer mehr Veranstalter für die Church-Night-Bewegung gewinnen.

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